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Mittwoch, September 12, 2007

gaming tuesday

Gestern mal wieder (und zum letzten Mal in alter Besetzung?) die Illuminati Runde. Irgendwie waren meine Mitspieler gestern nicht so gut drauf. Während wir vorsichtig und gekonnt unsere Machtstrukturen errichteten (=nicht viel passiert) fingen die an rumzugähnen und so. Hihhi. Naja, vielleicht war gestern kein guter Illuminati-tag. Jedenfalls zockten wir ein wenig vor uns hin, es kam doch noch zu einigen interessanten Aktionen (ein Angriff auf einen von mir blöd gelegten Arm meines Machtbaums, der einen sofortigen Sieg der Gegenseite bedeutet hätte; ein gescheiterter Gruppentauschdeal, von dem ich meinen Teil erfüllte, aber meine Wunschgruppe vorher neutralisiert wurde). Alles in allem muss ich sagen, dass die Diskordier (meine Illuminati-Gruppe) echt nicht so gut sind. Zwar scheinen Macht 8/8 und Geld 8 irgendwie verlockend, aber die Spezialfähigkeiten (+4 auf die Kontrolle verrückter Gruppen, Immun gegen Attacken von Regierungstreuen oder Bürgerlichen) sind nicht so nützlich beim Aufbau von blanker Macht. Und die Spezielle Siegbedingung (5 verrückte Gruppen) ist nervig, weil die verrückten Gruppen fast alle total schwach sind. Agh. Naja, vielleicht sollte man sich als Spieler der Diskordier eher auf das Verbreiten von Unfrieden als auf das Anstreben des Siegs konzentrieren...
Am Ende haben wir zum ersten Mal vorzeitig aufgehört. Eine flugs erdachte Lösung (addieren aller Machtpunkte, bei Gleichstand zählt Geld) brachte mal wieder Ma.- als Sieger hervor... aber so richtig zählen kann man diesen Sieg ja nicht.
Beim nächsten Mal, wenn alle müder sind, vielleicht lieber ein einfacheres Spiel wie Munchkin oder, auf besonderen Wunsch von Ka.: Kniffel... :-)

Teilnehmer:
Ka.- Gesellschaft der Assassinen
Ma.- Gnome von Zürich (halber Einzelsieg bei Abbruch)
La.- Bermuda Dreieck
Su.- Netzwerk
Sa.- Jünger Cthulhus
Ich - Diskordische Gesellschaft

Mittwoch, Juli 25, 2007

gaming tuesday

Unter dem Einfluss der langsam doch eintretenden Freude über die Abgabe der Dissertation: mal wieder eine Runde Illuminati.
Diesmal hat uns die Runde ein paar Lektionen über das Leben an sich beigebracht. Auf lange Sicht ist viel Geld nicht aufzuhalten. Und, es lohnt sich nicht groß aufzufallen, wenn man plant ein Ding zu drehen.
Teilgenommen haben:
Ka.-: Gesellschaft der Assassinen
Ma.: Gnome von Zürich (Einzelsieg, der Sack)
Sa.: Kirche des Subgenius
Su.: Netzwerk
Ich: Ufos (Siegbedingung: wie Gesellschaft der Assassinen)
Zunächst einmal gelang es Ka. eine sehr gefährliche Machtstruktur aufzubauen, in der sich auch das Finanzamt befand (was nervt). Alle anderen Spieler krebsten mit einer schier unglaublich miesen Auswahl von geld- und machtschwachen Gruppen herum. Nach und nach stärkten wir uns jedoch - subgeniale Kirche und Netzwerk wurden mächtig. Da alle sehr vorsichtig spielten waren bald Geldtürmchen von beachtlicher Höhe auf den Gruppen angesammelt. Ich analysierte meine Lage und kam zu dem Schluss, dass ich nicht gewinnen würde. Verlegte mich also aufs destruktive Spielen. Ich eröffnete den folgenden Endspiel-Reigen mit einem Neutralisierungsangriff auf eine zentrale Gruppe in Ka.'s Machtstruktur. Erfolglos. Aber das löste eine ganze Lawine von Übernahme- und Neutralisierungsattacken zwischen und auf Netzwerk- und Assassinen-Gruppen aus, an der sich die subgeniale Kirche munter beteiligte. Ergebnis war, ein paar Runden später: Geld war weg. Einzig die Gnome hatten, dank ihrer gewitzten Kontoführung, noch fiese Reserven und rissen sich eine meiner nun ungeschützen Gruppen (inkl. zweier Marionettengruppen) unter den Nagel. Niemand hätte damit gerechnet. Wieder einmal hat Ma. uns alle getäuscht und erweist sich mehr und mehr als meisterlicher Illuminat. Ich ziehe meinen Alufolienhut vor ihm.

Mittwoch, Juni 13, 2007

gaming tuesday

Wieder mal traf sich unsere Spielgruppe zum kollektiven Chips-Vertilgen, Bier-schlappern und gegenseitigen Hinters-Licht führen... ja, wir haben mal wieder eine Runde Illuminati gezockt.
Teilnehmer:
La.- diskordische Gesellschaft
Su.- Gnome von Zürich
Ma.- Bermuda Dreieck (Allianz-Sieg)
Sa.- UFOs (Siegbedingung wie Gesellschaft der Assassinen)(Allianz-Sieg)
Ich- Shangri La
Wir werden echt immer besser. Diesmal war es eine echt spannende Runde -- alle horteten lange viel Geld und bauten, ohne dass "viel" passierte, ziemlich schlagkräftige Machtstrukturen auf. Irgendwie nahm, parallel zum Anschwellen der Geldstapel, die Spannung stetig zu. Allen war klar, es würde früher oder später zu einem Knall kommen.
Und der kam mal wieder in der Form einer "mehrere können in einem Zug gewinnen" Runde... die Gnome von Zürich eröffneten den Reigen mit einer Geldzählaktion... was uns schon mal schockte, denn die ganzen Stapel von einer und zweier MTs summierten sich zu knapp über 140 MT (nicht weit von der Siegbedingung von 150 MT entfernt!). Ich machte weiter mit einem privilegierten Angriff auf eine Gruppe in Su.-s Machtstruktur (die mir den Sieg gebracht hätte)... natürlich war mir klar, dass ich gegen die Finanzmacht der Gnome einen schweren Stand haben würden. Aber wenigstens wollte ich durch einen immens teuren Angriff den Sieg der Gnome verhindern. Aber dann mischten sich auch noch die Diskordier (unverständlicherweise) ein und alles kostete weniger MT als erhofft. Naja, ich war finanziell am Ende. Auch Ma.-s versuche seine 10. Gruppe zur erobern wurden daraufhin von allen torpediert. Dann kam Sa.- an die Reihe... und entdeckte eine Gruppe in meinen Reihen, die zwei Marionetten hatte und kein Geld mehr. Und sie griff an! Erst verhinderten alle fleissig, schliesslich hätte sie dann 12 Gruppen (und den souveränen Sieg) gehabt... doch mitten im Gefecht, als durch geschicktes Suggerieren alle anderen kaum noch Geld hatten, wechselte Ma.- in bester Illuminaten-Manier die Seiten und verbündete sich überraschend mit Sa.-. Gemeinsam lösten sie die Gruppe mit den Marionetten aus meiner Machtstruktur, teilten sie schön auf und gewannen beide durch erreichen des Basisziels.
Das war ein Stunt wie er im Buche steht, und die Schamlosigkeit und Chuzpe, mit der die Aktion vorgetragen wurde, verlangt größten Respekt. Da kann man sich nur geschlagen geben. Und fürs nächste Mal blutige Rache schwören... :-)

Mittwoch, Mai 23, 2007

gaming tuesday

Gestern haben wir uns mal wieder zum gaming tuesday versammelt. Es war warm und alle irgendwie müde, was uns dazu führte nicht unser übliches Illuminati-Spiel zu zocken. Statdessen widmeten wir uns einem anderen Kartenspiel aus dem Hause SJ-Games/Pegasus-Spiele, nämlich dem großartigen und sehr beliebten Munchkin (Spiel; Wort). In der Fantasy-Variante, versteht sich. Ich hatte das Glück für wenig Geld Munchkin 2 und Munchkin 3 bei EBay zu erwerben, weswegen wir mit einem Riesenstapel Karten in ein ausgesprochen vergnügliches Spiel starteten. Sofort fiel auf -- wenn Illuminati von der "Härte" des backstabbing und von der erforderten Konzentration her ein Marathon ist, dann ist Munchkin ein Gang zum Kühlschrank. Das Spiel plätscherte vor sich hin, es gab Zeit zu plaudern und mehr als genug Zeit den einen oder anderen selbsgemixten Cocktail zu schlürfen. Sehr erfrischend, bei diesen Temperaturen. Richtige Rollenspieler (so wie ich) sind die gaming-tuesday-Leute nicht, daher erklärte ich den einen oder anderen in-joke, was aber nur moderates Gelächter auslöste. Sicher, erklärte Witze sind immer nur 50% so lustig, aber ich glaub auch dass man durch Jahre von verschrobenen Kampagnen in noch verschrobeneren settings gegangen sein muss, um den bittersüßen Humor hinter "Monster das der SL sich selber ausgedacht hat" zu verstehen...
Naja, es haben teilgenommen Su.-, Sa.-, Ka.-, Ma.-, La.- und ich. Während Ka.- gar nicht und Ma.- nur mit Verzögerung ins Spiel kamen bastelten wir anderen uns zügig schlagkräftige Charaktere zusammen. Fleissig plätteten wir Monster und zogen geniale Munchkin-Stunts mit Sonderkarten ab. Nach unterhaltsamen 120 Minuten Spiel (zu sechst kann es laaaaaaange dauern!) war La.- diejenige, die mit einem schwachen Monster von ihrer Hand, das wir auch nicht mehr stärker machen konnten weil uns dummerweise die Sonderkarten dazu fehlten, die 10. Stufe erreichte und jubelnd und ganz schön angesäuselt von den Cocktails das Spiel gewann.
Also, Munchkin ist nett für mal so zwischendurch. Aber es kommt vom Sucht-Faktor und Ich-Will-Rache-Feeling nicht an Illuminati ran und eignet sich, so finde ich, nicht so sehr für regelmässiges Spiel. Illuminati haben wir nun schon zig mal gezockt und versuchen immer noch stabile Strategien unter Berücksichtigung aller Regeln zu ersinnen. Bei Munchkin gibt es zwar ALLES was mit dieser oder jener Karte passieren kann, aber die Gewinnstrategie ist recht klar. Mehr und mehr steigt mein Ansehen für Illuminati. Ich hab so einige Rezensionen gelesen, dass das Spiel schlecht designed sei und so, aber ich glaub inzwischen - es ist einfach ziemlich komplex und durch den "menschlichen Faktor" sehr schwer zu kontrollieren. Und das macht, für einen bestimmten Schlag Mensch (wie wir, wissenschaftlicher Hintergrund) vermutlich den Reiz aus. Nämlich das (erfolglose?) Versuchen ein ziemlich komplexes und schwer vorhersagbares System zu durchschauen. Ist es nicht das, was uns auch am Beruf des Wissenschaftlers reizt?

Mittwoch, Mai 09, 2007

gaming tuesday // erste Seiten

Gestern abend kam mal wieder unsere Illuminati-Runde zusammen. Da zeigte sich mal wieder, dass induviduelle Stärke, Verständnis von Taktik und Ökonomie und eine gehörige Portion Chuzpe nötig sind für dieses Spiel -- aber nichts geht über menschliches Versagen, wenn es um das Entscheiden über den Sieg geht... :-)
Teilnehmer und Gruppen:
Ma.- Shangri-La.
Sa.- Netzwerk (Einzelsieg durch erreichen des Basisziels 10 Gruppen)
Su.- Jünger Cthulhus
La.- Kirche des Subgenius
Ich- Bermuda Dreieck
Wir alle spielten fleissig los und dank eines gut gemischten Stapels (zweier "...darf eine Karte mehr ziehen pro Runden" Gruppen) waren bald viele, nützliche und finanzstarke Gruppen im Umlauf. In der Frühphase des Spieles waren die Highlights eine gewaltige Schlacht um die Zerstörung des vom Netzwerks zum Ärger aller übernommenen Finanzamts und das nur haarscharfe Überleben der subgenialen Kirche (erst in der dritten Runde knapp eine Gruppe übernommen). Dann wurde die Zeit in der Mittelphase genutz um fleissig mächtige Verschwörungen aufzubauen. Geldstapel mit 20ern wurden angehäuft. Schliesslich ging das Spiel in die Endphase über - Netzwerk, Subgenius und Bermuda Dreieck waren nur noch 1 Gruppe vom Basisziel entfernt, die Jünger waren kurz davor ihre 8 Gruppe zu killen. Dann kam es zu einer Reihe von "Versuch-zu-gewinnen-und-kollektives-Verhindern" Aktionen, an deren Ende die Geldvorräte arg minimiert waren. Nun kommt das menschliche Versagen ins Spiel. Ich bildete mir die ganze Zeit ein (und sprach es auch aus, nur der fragende Blick von Sa.- erregte nicht genug Mistrauen in mir) ich könnte in Allianz mit dem Netzwerk gewinnen, indem wir unser Geld zusammenschmeissen, Sa. zwei Gruppen aus der Machtstruktur Shangri-La's löst und mir (für das ganze Geld, quasi) eine abgibt. Ich bereitete die Aktion mit einer (im Nachhinein schlimm hirn- und wirkunglosen) Scheinattacke vor, die den Verteidigern das Geld aus der Tasche ziehen sollte. Mehr fragende Blicke von allen. Dann war Sa.- an der Reihe und zauberte eine Sonderkarte aus dem Ärmel (die hat ich wirklich nicht gesehen)... privilegierte Angriff, übernahme einer blöden pissigen Minigruppe aus dem Pool der unkontrollierten Karten. Aber die zehnte Gruppe. Tusch, Vorhang, Einzelsieg.
Naja, ist schön wenn auch mal Sa.- sich in die Liste der Sieger eintragen kann. Und es war ein echt langes Spiel. Und ich hatte viel Bier... da kann man all die Fehler schon mal verzeihen.

In other news... gestern hab ich die ersten drei Seiten meiner Dissertation geschrieben. Also, nicht die "ersten drei Seiten" (Seitenzahl 1-3) sondern überhaupt mal drei Seiten, hab mit dem Methodenteil angefangen. Macht Spaß. Ausserdem hab ich Computerprobleme behoben (ne abgerauchte Netzwerkkarte... schon wieder dieses "Netzwerk") und mich mit dem \fancyhdr Paket begonnen vertraut zu machen. Sieht einfach schön aus, wenn die Seitenzahlen oben am Rand stehen, ne Linie auf der die Kapitelzahl und so steht. So ganz funzt das noch nicht -- auf den ersten Seiten eines \chapter macht er noch immer das normale Layout. Aber dafür hab ich die Lösung schon gefunden, muss es nur noch einfügen (ich hatte mir vorgenommen nicht mehr als 1h am Layout zu basteln. Ich wollte ja Inhalt produzieren, nicht Äusserlichkeiten tunen). Man muss (anscheinend) dafür sorgen das auf der Seite nicht das Layout auf plain zurückgestellt wird (was wohl ein \chapter Befehl tut) indem man entweder mit \thispagestyle{fancy} sozusagen lokal das schöne layout erzwingt. Oder man definiert den "plain" style mirnixdirinx um indem man ihn quasi auf den "fancy" style symlinked, sozusagen.
Ah, wie auch immer. Mit Layout kann man sich schon Stunden und Aberstunden Zeit verbrennen. Das darf nicht zur Obsession werden, sonst wird die Diss nicht fertig!

Mittwoch, April 18, 2007

gaming tuesday

Gestern abend mal wieder unsere Illuminati-Runde. Es gab mal wieder das eine oder andere Bierchen, viel zu viel Knabberkram und Rückenstecherei par excellence.
Und, ich konnte mich wieder an die Spitze der Tabelle setzen, in dem ich einen grandiosen Einzelsieg errungen hab. Hier die Statistik:
M.- Diskordische Gesellschaft
Su.- UFO's (Siegbedingung: 5 verrückte Gruppen)
L.- Netzwerk
K.- Bayrische Illuminaten
Ich- Kirche des Subgenius (Einzelsieg)

Nach Su. uns beim letzten Mal mit den UFO's so grandios abgezockt hatte, waren wir diesmal auf der Hut und haben sie genau im Auge behalten. Netzwerk und Bayern waren zu Beginn und in der Mitte des Spiels dominierend. Diskordier und meine subgeniale Kirche hatten zu Beginn ziemliche Schwierigkeiten. Während ich, indem ich die Stärke der Gruppe (das Geld) mit weiteren reichen Gruppen (Finanzamt, Yuppies) untermauerte und so nach und nach eine schlagkräftige Struktur errichtete, konnten die Diskordier nie wirklich Einfluss erringen. So arbeitete ich mich nah an meine Siegbedingung (in dem Fall 9 Gruppen) heran. Nun hatte ich das Glück, dass vor mir Bayern-Netzwerk-UFOs am Zug waren, und sowohl die Bayovaren als auch die UFOs (vermuteten wir) recht nah am Sieg waren. Also kloppten die sich um eine Gruppe in der Machtstruktur der UFOs, das Silicon Valley. Ich konnte dies durch geschicktes Anheizen und Unterstützen noch fördern -- und als ich an den Zug kam, waren die Geldreserven der UFOs fast erschöpft. Ich sah meine Zeit gekommen, deklarierte einen privilegierten Angriff auf das Silicon Valley, um diese Gruppe und ihre Marionette in einem Zug zu übernehmen und so zu gewinnen. Zwar mischten sich die Diskordier noch ein (Sonderkarte Einmischung) aber meine, durch zwei Vorbereitungsrunden angeschwollenen Geldspeicher reichten für beide Gegner aus.
Lustig wars. Eine Runde, die von zwei Dingen geprägt war -- Würfelpech in entscheidenden Situationen und geschickter Einsatz privilegierter Angriffe. Wir werden zudem immer besser was das vorraussehen von Plänen und Möglichkeiten angeht.
Zunehmend unterhaltsam, das Ganze.

Desweiteren hab ich eine Gruppe entworfen...
"die Zugverspätungen"
wer hatte noch nicht das Gefühl, dass hinter all diesen Verspätungen und Störungen im Betriebsablauf eine Verschwörung steckt?
Macht: 0/1
Verteidigung: 1
Einkommen: 0
Fähigkeit: der Besitzer der Karte kann einmal pro Zug eine beliebige "friedliche" Gruppe in "gewalttätig" ändern (hält einen Zug lang an)

Mittwoch, März 14, 2007

gaming tuesday

Mal wieder ne Runde Illuminati! gezockt. So langsam haben wir den Bogen raus, die Duelle werden immer härter und ausgeglichener. Wie folgt war die Verteilung der Spieler und Gruppen:

Su.-: UFO's (gewählte Siegbedingung: wie Kirche des Subgenius)
Sa.-: Bayrische Illuminaten
L.-: Gesellschaft der Assassinen
M.-: Kirche des Subgenius
Ich: Netzwerk

Das Spiel ging munter los und einige harte Kämpfe um wichtige Gruppen wurden ausgetragen. Die UFO's sammelten eifrig Karten, was zu der einhelligen Meinung führte, sie hätten die Siegbedingung des Bermuda Dreiecks (10 verschiedene Gesinnungen) gewählt. Welch Fehlurteil! Jedenfalls kloppte das Spiel hart (so langsam kommen Allianzen und Strategien zum Vorschein) vor sich hin und es sah nach einem Sieg für die Bayern oder für die UFO's aus. Ich, trotteligerweise in Unkenntnis der Regeln, wiederholte immer wieder gebetsmühlenartig, dass zum Erreichen des Basisziels (bei uns 10 bzw 9 Gruppen) die Illuminatenkarte nicht mitzählt. WAS FALSCH IST! Natürlich zählt die Karte mit, wie bei anderen Siegbedingungen (Netzwerk und Bayern) ja auch! Ich Depp. M.-, genüsslich lächelnd, hatte das längst in den Regeln nachgelesen. Daher wunderten wir uns ganz schön, als Su.- nach ihrer neunten Karte ("selbst wenn sie die gleiche Bedingung wie der SubGenius gewählt hat, hat sie noch nicht gewonnen, oder? Oder?!") ihr Zettelchen aufdeckte und ihren glorreichen Einzelsieg ausrief.
Agh. Das zeigt mal wieder, es ist nicht nur Glück und Geschick nötig, um die Welt zu erobern, sondern auch die Dummheit der anderen.
Das war nun übrigens der zweite Sieg des UFO's (einmal ich, einmal Su.-), es scheint diese Gruppe ist auf unserem derzeitigen Spielniveau sehr mächtig. Weitere Erkenntnis: die Bayern setzen zu wenig ihre Fähigkeit des privilegierten Angriffs ein. Und, man sollte die Regeln besser lesen. Neben meinem spielentscheidenden Fauxpas hab ich auch noch gelernt: man muss nicht nur eine Sonderkarte ablegen, um einen privilegierten Angriff aufzuheben, sondern zwei!
Naja, hier, quasi als Mahnung, mal der Link zu den Regeln (bei Pegasus Spiele, PDF!).

Weil es nach Su.-'s frappierendem Sieg noch zu früh war um heimzugehen, haben wir noch eine Runde "Chez Geek" (auch von Steve Jackson Games, link) angespielt. Erkenntnis: ausgesprochen unterhaltsam und im Vergleich zu Illuminati geradezu simpel zu erlernen. Aber lustig. Ich sag nur: nookie bringt immer noch am meisten slack!

In diesem Sinne.

Mittwoch, Februar 28, 2007

gaming tuesday

Leicht angeschlagen immer noch, aber trotzdem topfit beim Zocken gestern abend. Diesmal mit einem Köstritzer Schwarzbier (TM) als Stärkung ging es in eine erneute Runde Illuminati.

Es nahmen Teil:
M-: Gesellschaft der Assassinen
L- (erstes Spiel): Bermuda Dreieck
Su-: Jünger Cthulhus
Ka-: Kirche des SubGenius
Sa-: Gnome von Zürich
Ich: Ufos (Siegbedingung gewählt: 5 verrückte Gruppen kontrollieren)

das Spiel wurde von zwei Hauptstrategien geprägt. Zum einen wurde von Anfang an auf die Gnome von Zürich gebashed, vor allem weil sie rasch ziemliche Geldstapel auftürmte. Aber nie über ~50MT Summe hinauskam, wie sich am Ende herausstellte. Die zweite Stoßrichtung der Spieler war es, mich und meine unbekannte Siegbedingung im Zaum zu halten.
Wie üblich waren die Jünger Cthulhus gut dabei und standen auf gutem Weg zum Sieg. Aber ich muss sagen, mein Plan ging voll auf -- ich konnte meine Gegenspieler überzeugen (social engineering und Gruppenangriffe), dass ich die Siegbedingung "25 übertragbare Macht anhäufen" (wie Netzwerk) gewählt hatte. Als Alternative dachte Ma- immer wieder, ich würde die Siegbedingung "10 Gesinnungen kontrollieren" (wie Bermuda Dreieck) gewählt haben. Darüber verloren sie voll aus den Augen, dass ich fleissig aber heimlich verrückte Gruppen sammelte. Ich hatte aber auch Glück mit der Verteilung der Karten. Und am Ende konnte ich ganz Illuminati-mässig mit einer fiese Täuschung gegen Martin ("wenn du mich die nehmen lässt, dann helf ich dir gleich auch"... hehehe) meine 5te verrückte Gruppe einsacken. Gewonnen!

Donnerstag, Februar 08, 2007

gaming tuesday

Am Dienstag haben wir (also ich und ein paar Arbeitskollegen) mal wieder ne Runde Illuminati! gezockt. Letztes Jahr hatten wir das schon mal, und vor ein oder zwei Wochen. So langsam haben "die anderen" den Dreh raus was Regeln und vor allem Kniffe und Taktiken bei diesem doch ausgesprochen komplexen Spiel raus.
Es gibt aber auch wirklich drei Ebenen stark ansteigender Komplexität bei diesem Spiel.
Ebene 1 sind die Regeln an sich, die man beherrschen muss. Was darf/kann/muss ich, wie setz ich Geld ein, usw usw.
Ebene 2 sind die regelimmanenten Taktiken (so nenn ich das mal), also die Frage welche Stärken hat welche Illuminati-Gruppe oder Aktionskarte, wie arbeite ich am besten auch die spezielle oder generelle Siegbedingung hin, wann und wie lange lohnt es sich Geld zu horten eh man anfängt aggressiv zu werden usw. Diese Ebene haben wir nun schon "gemeistert", zumindest angefangen. Nun kommt der Klops.
Ebene 3 ist die schlimmste und reizvollste bei dem Spiel. Verhandlung, Bündnisse, Intrigen. Drohungen. Koalitionen. Das ganze "zwischenmenschliche" Gerödel. Da wird das Spiel zu einer Mischung aus Poker (wie weit geh ich mit dem Geld, wann ist es nur ein Bluff um dem anderen als Vorbereitung die Kriegskasse der Illuminati-Gruppe zu leeren), Risiko, Meiern/Knobeln und politischer Intrige. Lustig. Diese Komplexitätsebene kann man glaub ich nicht "meistern" in dem Sinne. Da wird man ewig das Gefühl haben - hey, nun hab ich mich aber ganz schön über Ohr hauen lassen... hehe... das macht den Reiz des Spiels aus.

Hier der Spielbericht.
M.- : Bayrische Illuminaten, EINZELSIEG durch spezielle Siegbedingung (35 Machtpunkte), stand rundenlang vor dem Sieg, wurde aber von allen beharkt, daher mein Angebot des Coop-Sieges, dass er dank glücklichen Zufalls (siehe unten) "ablehnen" konnte
Su.- : Diskordische Gesellschaft, teilt sich den Rang "stand kurz vor dem Sieg" mit mir, hatte fast die spezielle Siegbedingung (5 verrückte Gruppen) erfüllt und ausserdem eine schlagkräftrige Machtstruktur
Sa.- : Shangri La, hatte aus Mangel an friedlichen Gruppen (und meiner Zerstörungswut, die sich besonders auf friedliche Gruppe erstreckte, hahaha) und noch leichten Schwierigkeiten mit Ebene 2 ein wenig Probleme. Klar abgeschlagen. Hatte sich aber am Ende mit Su.- verbündet und versucht deren Sieg zu pushen - eine neue und verdammt gefährliche Taktik, die ich den Altruismus-Zug nenne. Selber nicht gewinnen wollen aber anderen zum Sieg verhelfen. Wer hätte an sowas gedacht?
Ich: Jünger Cthulhus, hatte 7 Gruppen zerstört und stand einen Zug vorm Sieg (ich hätte im Coop mit M.- gewinnen können, wenn er mich nicht verarscht hätte)

Die letzte Runde war interessant.
Su.- war am Zug und hätte durch das Kontrollieren einer weiteren (es lagen einige da) verrückten Gruppe gewonnen. Sie wurde von Sa.- unterstützt. M.- und ich waren da schon verbündet und planten den Coop-Sieg, daher zwei Machtblöcke gegeneinander. Der Kampf um die verrückte Gruppe wurde teuer, es wurde "alles" was so an Kriegskassen da waren geleer. Aber ich dachte ja, egal, Absprache war: M.- macht in seinem Zug nix, dann geb ich ihm in meinem Zug eine proximale Karte mit Marionetten, was ihm genug Punkte zur speziellen Siegbedingung gibt. Meine Illuminatigruppe ist dann am Ende meines Zuges allein (später als Runde 3 heisst das: vernichtet), ich hab also durch meine Aktion 7 Gruppen + meine Illuminati-Gruppe zerstört. Auch spezielle Siegbedingung erfüllt (steht sogar im Handbuch, mein ich).
Also, wir verhindern mit viel Geld Su.-'s Sieg. Meine und alle anderen Kassen leer. M.- deckt am Anfang seines Zuges eine mächtige Karte auf, die ihm zum Einzelsieg reicht. Und, da er als einziger Geld eingenommen hat am Anfang seiner Runde, kann er sich mittels privilegiertem Angriff (Bayr. Ill. können das für 5 MT) das Teil schnappen. Keiner von uns hat eine Sonderkarte um den privilegierten Angriff zu stoppen. Und M.- hat genug Geld... und ich schau blöd aus der Wäsche.
Hehehe. Sehr lehrreich.

Alles in allem ein großer Spass. Wir wollen nun ca. alle 2 Wochen einen Spiele-Dienstag mit Illuminati einlegen...