Dienstag, Mai 29, 2007

Fussball und Unwetter

Es muss so um die 85. Minute gewesen. Da war schon ein ganz ordentliches Fussballspiel zu sehen gewesen, mit überharten Fouls, schönen Toren und einem Foulelfmeter in der 80. Minute, der Nürnberg daran hinderte die Führung über die Zeit zu retten. Pokalfinale. Nürnberg gegen Stuttgart. Und dann kam das Unwetter.
Na klar, es sah den ganzen Abend nach Regen aus. Wir hatten den Grill unter ein Dach gestellt und so trockene Würstchen und Putensteaks ins Puszta-Marinade gemümmelt. Bier ist ja Wasserdicht, daher auch kein Problem. Und irgendwie war die knisternde Atmosphäre von in der Ferne leuchtenden Blitzen und grummelndem Donner genau richtig für das Pokalfinale. Quasi Duell im Regen, Mr. Smith vs Neo. Quasi Frankenstein und all die anderen Hollywood-Klischees. Foulelfmeter, Stuttgart wieder im Spiel. "Es leeeeeeeeeeebt!"
Irgendwie hat sich das Gewitter dann doch näher herangeschlichen und als ich mich gerade auf die Verlängerung einstellen wollte machte es zap! und das Bild war weg. Satelliten-Emfang nüscht mehr. Das ist das Problem mit den Digital-Receivern- erst tun sie so als wär alles bester Ordnung und dann von einem Moment auf den anderen ... ist der Bildschirm schwarz. Panik machte sich breit. Normaler terrestrischer Empfang (anscheinend immer noch ein sehr krisensicheres Medium) gab es nicht. Also hiess es Aushalten und darüber philosophieren, ob Tocotronic an solche Momente gedacht haben, als sie behaupteten, Digital sei besser.
Naja, glücklicherweise kam das Bild ein Sechstelstündchen später wieder und wir konnten genüßlich das Traumtor ansehen, welches Nürnberg schliesslich das 3:2, den Sieg und damit den Pokal einbrachte. Dramatik pur.

Freitag, Mai 25, 2007

Gewitter und Spam

Der DWD sagt: am Morgen abklingende Gewitteraktivität, im Laufe des Tages aber Möglichkeit schwerer Gewitter mit Unwetter, Hagel, Hunden und Katzen. Naja, im Moment ist es nur noch feucht warm und bewölkt. Aber heute Nacht, holla! Da war was los. Ich telefonierte gerade mit meiner Liebsten, als es anfing zu flackern und zu grummeln. Im Laufe unseres Telefonats kam das Gewitter merklich näher. Dann, ein sehr heller Blitz zuckte und füllte mein Fenster, unter dem ich auf dem Bett lag mit blauem Licht. In der Leitung klackte es laut, dann kam ein komisches Tut-Zeichen, dass ich noch nie gehört hab. Und auf dem Display meines Telefons (ISDN) stand das einzelne Wort "STÖRUNG". Einfach so. Hab ich noch nie gesehen. Ein erneuter Wählversuch brachte eine, wenn auch rauschende und knacksige Verbindung zustande, die aber noch zum Gute Nacht sagen ausreichte...
Ich wusste nicht, dass die mir Nachrichten aufs Display zaubern können! Wie wärs wenn sie demnächst "STREIK" oder so da anzeigen, dann wüsste man wenigstens was Sache ist und der Protest der Telekommler würde Massenwirksamkeit erreichen. Oder Werbung -- Spam-Mitteilungen auf meinem ISDN-Display... wobei man sollte die Leute nicht auf dumme Gedanken bringen, ich krieg schliesslich schon genug reale und elektronische Spam-Nachrichten in meine physikalischen und virtuellen Posteingänge, das reicht mir.
Wo ich grad dabei bin. Da gibt es einen neuen Typ von Spam! Ich krieg nun immer obskure Nachrichten, die sich durch folgenden Merkmale auszeichnen: der Absender ist ein real klingender, angelsächsicher Name. Und im Betreff und der Nachricht befinden sich völlig aus dem Zusammenhang gerissene, offensichtlich aus Romanen oder Geschichten entnommene Versatzstücke von Text. Aber der wirklich Inhalt der Spam-Mail ist vor (oder nach) diesem Zufallstext -- und immer eine Empfehlung eine bestimmte Aktie (oder auch: japanische Rindfleisch-Anteile!) schnell zu kaufen, weil die Prognose meist einen 200-300% Kursanstieg angibt. Dabei handel ich doch gar nicht an der Börse! Nein, mal im Ernst: ich vermute mal, folgender verschwörerischer Plan steckt dahinter. Die Spammer (oder ihre Auftraggeber; oder die Illuminaten) haben selber dummerweise große Mengen dieser Aktien gekauft und sehen sich große Verlusten entgegen. Nun versuchen sie sich zu retten, in dem sie gutgläubige Deppen per Spam dazu bringen, wie wild diese bestimmte Aktie zu kaufen. Der Kurs steigt. Und die Spammer bzw ihre Auftraggeber (nennen wir sie: "das Netzwerk") hauen nun ihren (großen) Aktienanteil auf den Markt. Sie machen Gewinn. Der Kurs purzelt in den Keller. Die ge-spammten Opfer haben nicht nur einen vollgemüllten Posteingang sondern auch noch ein leeres Konto. QED!

Donnerstag, Mai 24, 2007

Fussi

Gestern war ganz im Zeichen des rollenden Leders! Erst hab ich bei einem Sportfest hier an unserer Uni die Mannschaft meines Mitbewohners (quasi) ein wenig unterstützt. Ok, ich hab nur insgesamt 4 Minuten gespielt in den 2 Spielen (a 10 Minuten) für die ich Zeit hatte, aber es hat gereicht um mir in der Wartezeit zwischen den beiden Spielen einen ordentlichen Sonnebrand zu holen, der mich die halbe Nacht vom Schlafen abgehalten hat.
Abends, nachdem ich dann nach meinem Kurzeinsatz auf dem Rasen wieder an der Dr.-Arbeit rumgewerkelt hab, gab es dann im Fernsehen das Finale der Champions League zu sehen, aus Athen. Die Begegnung hiess AC Mailand vs FC Liverpool. Beide Teams, wobei Mailand viel mehr als Liverpool, sind gespickt mit Stars von Weltrang. Die Liverpooler pflegen allerdings einen ziemlich wühlenden, zweikampfbetonten Fussball. Die Idee war, die schönspielenden Mailänder in Grund und Boden zu fighten. Dummerweise haben die sich ganz schön wacker geschlagen, und mit Gattuso ja ohnehin einen Experten für den Bodenkampf dabei. Kurz vor der Pause machte dann Inzaghi ein wirklich ansehnliches Freistoßtor. Liverpool fand in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr ins Spiel. Schliesslich setzte Kaka mit einem Traumpass auf Inzaghi (schon wieder!) den Schlußpunkt. Selbst als Liverpool mit einem Kopfballtor von Kuyt noch mal auf 2:1 rankam (kurz vor dem Ende) keimte keine Hoffnung mehr auf, die Engländer waren stehend K.O. und wirkten Ideen- und Hilflos.
Alles in allem ein packendes, ansehnliches Spiel. Blöd nur, dass bei AC Mailand genau die selben italienischen Spieler unter Vertrag (und auf dem Feld) stehen, die bei der WM2006 schon ganz unsympathisch waren. Gattuso, Inzaghi, Gilardino. Fehlt eigentlich nur noch Totti und ich wär die Wände hochgegangen... ;-)

Mittwoch, Mai 23, 2007

gaming tuesday

Gestern haben wir uns mal wieder zum gaming tuesday versammelt. Es war warm und alle irgendwie müde, was uns dazu führte nicht unser übliches Illuminati-Spiel zu zocken. Statdessen widmeten wir uns einem anderen Kartenspiel aus dem Hause SJ-Games/Pegasus-Spiele, nämlich dem großartigen und sehr beliebten Munchkin (Spiel; Wort). In der Fantasy-Variante, versteht sich. Ich hatte das Glück für wenig Geld Munchkin 2 und Munchkin 3 bei EBay zu erwerben, weswegen wir mit einem Riesenstapel Karten in ein ausgesprochen vergnügliches Spiel starteten. Sofort fiel auf -- wenn Illuminati von der "Härte" des backstabbing und von der erforderten Konzentration her ein Marathon ist, dann ist Munchkin ein Gang zum Kühlschrank. Das Spiel plätscherte vor sich hin, es gab Zeit zu plaudern und mehr als genug Zeit den einen oder anderen selbsgemixten Cocktail zu schlürfen. Sehr erfrischend, bei diesen Temperaturen. Richtige Rollenspieler (so wie ich) sind die gaming-tuesday-Leute nicht, daher erklärte ich den einen oder anderen in-joke, was aber nur moderates Gelächter auslöste. Sicher, erklärte Witze sind immer nur 50% so lustig, aber ich glaub auch dass man durch Jahre von verschrobenen Kampagnen in noch verschrobeneren settings gegangen sein muss, um den bittersüßen Humor hinter "Monster das der SL sich selber ausgedacht hat" zu verstehen...
Naja, es haben teilgenommen Su.-, Sa.-, Ka.-, Ma.-, La.- und ich. Während Ka.- gar nicht und Ma.- nur mit Verzögerung ins Spiel kamen bastelten wir anderen uns zügig schlagkräftige Charaktere zusammen. Fleissig plätteten wir Monster und zogen geniale Munchkin-Stunts mit Sonderkarten ab. Nach unterhaltsamen 120 Minuten Spiel (zu sechst kann es laaaaaaange dauern!) war La.- diejenige, die mit einem schwachen Monster von ihrer Hand, das wir auch nicht mehr stärker machen konnten weil uns dummerweise die Sonderkarten dazu fehlten, die 10. Stufe erreichte und jubelnd und ganz schön angesäuselt von den Cocktails das Spiel gewann.
Also, Munchkin ist nett für mal so zwischendurch. Aber es kommt vom Sucht-Faktor und Ich-Will-Rache-Feeling nicht an Illuminati ran und eignet sich, so finde ich, nicht so sehr für regelmässiges Spiel. Illuminati haben wir nun schon zig mal gezockt und versuchen immer noch stabile Strategien unter Berücksichtigung aller Regeln zu ersinnen. Bei Munchkin gibt es zwar ALLES was mit dieser oder jener Karte passieren kann, aber die Gewinnstrategie ist recht klar. Mehr und mehr steigt mein Ansehen für Illuminati. Ich hab so einige Rezensionen gelesen, dass das Spiel schlecht designed sei und so, aber ich glaub inzwischen - es ist einfach ziemlich komplex und durch den "menschlichen Faktor" sehr schwer zu kontrollieren. Und das macht, für einen bestimmten Schlag Mensch (wie wir, wissenschaftlicher Hintergrund) vermutlich den Reiz aus. Nämlich das (erfolglose?) Versuchen ein ziemlich komplexes und schwer vorhersagbares System zu durchschauen. Ist es nicht das, was uns auch am Beruf des Wissenschaftlers reizt?

Dienstag, Mai 22, 2007

(verspätete) Bundesliga-Nachlese

erstmal: OMG w00t!!!!!! Der 100. Post!

Ein wenig später als "zeitnah", aber ich will dennoch eine kleine Nachlese zum Ende der Bundesligasaison machen. Und ein Resume ziehen, wenn es dazu nicht zu früh ist... ehm...

Stuttgart ist Meister. Das ist an sich eine ziemlich schöne Sache und eine ganz schöne Überraschung. Stuttgart hatte ich zumindest (aber ich bin ja auch kein Experte) nicht auf der Rechnung. Die haben eine ganz junge Mannschaft ("die jüngste seit den gladbacher Fohlen in den Siebzigern" heisst es... aber was hat Pferdezucht damit zu tun?), mit Hr. Veh einen ungewöhnlich sympathischen Trainer und einen Manager (Horst Heldt) der vor nicht so langer Zeit selber noch ein Spieler war. Und sie haben dieses "glorreiche Sieben" Prinzip von der Mischung aus jungen unerfahrenen und alten abgebrühten Spielern angewendet, um eine schlagkräftrige Mannschaft zusammenzustellen. So hatten die Mexikaner keine Chance, quasi. Alles Zutaten für eine verdiente und neidfreie Meisterschaft. Einziges Manko: Stuttgart ist nicht im Ruhrgebiet und daher abzulehnen. PFUI, KACK-STUTTGART... :-)
Dafür sind aber Schalke, Dortmund* und Bochum im Ruhrgebiet. Schalke hat mal wieder verkackt. Das muss man diesmal aber echt sagen. Es gab keinen fingierten Freistoß bei den Bayern, keine zweifelhaften Elfmeter. Nein die 04er haben ganz allein die Schale aus ihren Händen gleiten lassen. Und zwar im Derby gegen Dortmund am vorletzten Spieltag. Da hätten sie, wenn sie sich angestrengt hätten und den fiesen Schwarz-Gelben einen auf den Scheitel gegeben hätten, aus eigener Kraft den Titel sichern können. Haben sie aber nicht. Daher Gezitter am letzten Spieltag, und wenn bei Schalke Gezitter dann Gehuel und Rotz und Wasser und Scheitern nicht weit. Immerhin Champions League. Aber wieder keine Meisterschaft. Pff, tough luck, get over it.
Ich interessier mich ja bekanntlich nur für den Verein für Leibesübungen aus Bochum. Gottchen, was für eine Saison. Hat mich einige graue Haare gekostet, der wochenlange Abstiegskampf. Am Ende bin ich nach einem furiosen Endspurt aus dem Grinsen nicht mehr rausgekommen - so reisst man sich am Riemen, Schalke. Bochum landet am Ende sicher im oberen Tabellenbereich (#8) und sind sogar noch quasi haarscharf am UI-Cup vorbeigeschrammt. Den Platz hat sich, meine Hochachtung, die zweite Phönix-aus-Asche Mannschaft geholt, Hamburg nämlich. Aber Bochum hat zwei Titel geholt, das reicht mir: 1) hat Fanny Gekas die Torjägerkanone erballert, das gibt 250000 DM Prämie**. Und 2) ist Bochum vor den Dortmundern in der Tabelle gelandet, das ist der inoffizielle Ruhrpott-Vizemeistertitel. Ich bin jedenfalls mit dem Saisonverlauf zufrieden.
Es gibt allerdings ein Ärgernis, über das ich nicht so rasch hinwegkomme. Wieder wird ein, in Bochum entdeckter, guter Spieler weggekauft. Diesmal der frisch gekürte Torschützenkönig Gekas, der geht zu Leverkusen. In diesen Kölner Vorort. Zu diesen *%$§?-Leverkusern. Manno. Ich glaub ich reg mich da schon öfter drüber auf, aber die Liste wird langsam einfach zu lang. Immer werden die Spieler verscherbelt, die in der nächsten Saison Bochum echt mal nach vorn schiessen könnten. Mahdavikia, Hashemian, Bastürk, Edu, Bechmann und nun Gekas. Nicht das die ersten beiden in Bochum besonders gut gewesen wären - aber die anderen schon, und es waren alles sympathische Kerle, die ich gern weiter bei meinem Lieblingsverein gesehen hätte. GRMPF. Naja, Fussball-Bundesliga ist halt auch Kapitalismus, und Spielerverkäufe bringen Geld in die Kasse. Leider.
Wo wir grad beim Tränenvergiessen sind. Absteiger dieses Jahr sind Aachen, Gladbach und Mainz. Ganz ehrlich -- ich trauer keiner dieser Mannschaften hinterher. Für Gladbach war es meiner Meinung mal lange Zeit sich in der zweiten Liga mal zu "konsolidieren" und ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Aachen hat die gleichen Trikotfarben wie Dortmund und ist daher abzulehnen. Und Mainz... naja, die fand ich immer ganz nett, eine von diesen Geschichten vom kleinen frischen Verein und so. Aber Anscheinend können die nicht von Klopp lassen und Klopp kann ich nicht mehr ertragen. Ergo: tschüss Mainz. Viel Spass in der Zweiten.
Ach, apropos zweite Liga -- Duisburg ist in die erste Liga aufgestiegen. Das ist cool. Leider sind die überaus verschroben-sympatischen RW Essen wieder in die Drittklassigkeit abgerutscht. Das einzig gute daran ist nun wieder, dass es wieder Duelle Essen vs Wuppertal geben kann, da brennt immer so schön das Tal, wenn die Essener den Wutalern mal zeigen wo der Hammer hängt... :-)
Tja, ich denk mal das wars. Ich fand es war eine schöne Saison. Die ganzen Widerlinge aus der WM (Schweinie und Poldie und Blödie und wie sie allie heissenie) waren schlecht, die Bayern hatten eine Krise (das ist immer gut) und es war oben wie unten spannend bis zum Schluß. Mehr kann man sich nicht wünschen. Zudem ist glaub ich mal wieder ein Tor des Jahrzehnts gefallen. Dieser 70m Kracher-Torschuss von Diego aus Bremen. So cool! Immerhin ist Klaus Augenthaler mit einem Schuss von der Mittellinie mal Torschütze des Jahrzehnts geworden (in den Achtzigern, glaub ich). Und die Mittellinie war noch ne Ecke weg, als Diego abzog.

Hach, ich freu mich schon auf die Saison 2007/2008. Wird Bochum wieder Abstiegskampf führen mussen, oder spielen "wir" endlich mal wieder oben mit? Wird Gekas reumütig aus Leverkusen zurückkommen und sagen: "ich wusste ja nicht, wie grässlich es da ist!"? Wird Bayern endlich mal wieder in die zweite Liga absteigen? Können die "jungen Hüpfer" aus Stuttgart sich international beweisen, oder geraten sie in das Schweinie/Poldie-Syndrom und denken sie wärn die coolsten, worüber man bekanntlich das Spielen vergisst? Fragen über Fragen, die nur die nächste Saison klären können.

Dicken Gruß nach Bochum!!!


*: wuäh, ich hab den Namen der unaussprechlichen Stadt gesagt... :-)
**: obskure "Bundesliga-Manager Professional" Anspielung

Dienstag, Mai 15, 2007

blöde Autoschilder

Früher hatten ja bestimmte Sorten von Leuten, zumeist in Personalunion mit Besitzern fetter Breitreifen und Subwoofer und fiesen Karren, hinten in der Heckscheibe so bildfüllende Schriftzüge geklebt. Das diente dazu mit tatsächlichem oder aus Komplexen heraus kompensatorisch imaginiertem Reichtum anzugeben -- seht her, ich kann mir eine Stereoanlage von "OMG-WOOT" oder was auch immer leisten, und zwar hier in meinem getunten, perlmuttlackierten Golf 1.
Dann gab es mal einen reichen, verzogenen kleinen Mistkerl. Der dachte sich, er will nicht nicht nur mit dem tollen Auto angeben, dass er mit 19 schon fahren kann (weil Mami/Papi so ne dicke Hose haben), sondern auch mit seinem Schulabschluss. Quasi Arroganz des Bildungsbürgertums und neureiche Allüren in einem. Das war die Geburtstunde der "Abi XXXX" Heckscheibenschilder. Ich kann mich nicht exakt erinnern, aber es muss Ende der 90er gewesen sein, als diese Unsitte aufkam. Seitdem ist der Anteil der Abiturienten, die von Mami und Papi ein schickes Auto zur Verfügung gestellt bekommen, deutlich gestiegen. Und die, zu beginn bloss peinlichen und ein wenig blöden Heckscheibenschilder, haben eine Evolution durchgemacht. Eine adaptive Radiation. Haben sich perfektioniert und verbreitet und jede Nische überhaupt besetzt.
Das Schlimme ist nämlich, dass irgendwann ein weiterer kleiner Mistkerl (ich denk mal, es war nicht der selbe), der nicht nur mit Geld und Bildung protzen wollte, sondern auch noch mit Werbeagentur-tauglicher "Kreativität" sich ausgedacht hat, dass eine Wortspiel mit der Permutation "A-B-I" in dem Heckscheibenschild vorkommen muss. Das war endgültig das Ende. Von nun an sprosste eine Fauna von erzwungenen, unlustigen oder einfach nur peinlichen Wortspielen hervor. Es wurde immer diffiziler, die Schilder sind mittlerweile von professionellen Druckereien erstellt, teilweise mit Glanzeffekten oder Glitzer.
Und manchmal, was wieder ein schöner Beleg dafür ist, dass Abi-Heckscheibenschilder sich wie ein infektiöses Mem verhalten, scheint man sich sicher dass der "stolze" Fahrer keinen blassen Schimmer hat, dass man seinen Schulabschluss auch ohne so einen hirnverbrannten Schriftzug in der Fensterscheibe tragen darf.
Nun kommt aber der Schocker -- das infektiöse Mem hat die Artgrenzen überschritten. Einst biss ein Junkie-Affe irgendwo im zentralafrikanischen Regenwald einen Menschen in die Hand, als der grade sagte "oh schau mal, der süße kleine Affe ist krank"... ZACK war ein besonders hartnäckiges Retro-Virus übergesprungen, ein Klacks Mutation, ein Schüppchen Anpassung: HIV war geboren. Nun, sowas ähnliches ist mit den Autoschildern geschehen-- ich hab ein Auto gesehen, das den Schriftzug "Vordiplom 2004" im Heck trug, heute morgen auf dem Parkstreifen an der Uni.
In der Paläontologie weiss man, dass ein über jahrmillionen erfolgreiches Phylum (wie z.B. die Trilobiten) in der Epoche vor ihrem Aussterben oft eigentümlich, extreme oder überspezialsierte Formen hervorbringen. Übertragen auf das Autoschilder-Problem ist das also ein gutes Zeichen. Forcieren wir es, finde ich! Lasst und eine Schwemme bekloppter Autoschilder erzeugen und benutzen, und dann wird hoffentlich bald diese Unsitte bei einem schönen, sauberen Aussterbe-Event ganz oben auf der Liste sein.
Hier ein paar Vorschläge (man beachte die besonder pfiffigen Wortspiele:
"RENTE-tier 2006" -- hinten auf dicken Benzen anzubringen, wenn man endlich seine Schäfchen ins trockene gebracht hat, oder...
"FREI-bier-GANG 2002" -- anlässlich einer Hafterleichterung oder auch Bewährung, vielleicht auch...
"Auf die BOHR-insel 2007" -- wenn man beim Zahnarzt war und Karies hatte, oder...
"PIMPERnelle 2005" -- kann man mit herumfahren, wenn man zum ersten Mal Sex hatte, auch schön ist...
"Heute morgen erfolgreich aufgewacht 2007" -- das Heckscheibenschild für jeden Tag, und nun der Kracher...
"God BLÄH's you 2005" -- um seiner Freude angesichts der überwundenen Flatülenzen nach Komsum einer Riesenportion Bohnensuppe Ausdruck zu verleihen.

Montag, Mai 14, 2007

Eurovision Song Contest

Ey, Alter ey, mein IQ ist um 20 Punkte gesinkt, sach ich ey. Voll krass Eurovision Song Contest geguckt, ey. Voll krass verdummt dabei, ey... uh, ah...

**SHUTTING DOWN BRAIN**
**REBOOTING BRAIN NOW**
**HARDWARE DETECTED -- BODY(male)**
**BRAIN v1.0-01121977 HAS BEEN SUCCESSFULLY REBOOTED**

Ach, so ist besser. Nun kann ich wieder klar denken. Ja, also, ich hab tatsächlich aus reiner Faulheit und Trägheit am Samstag den Eurovision Song Contest im TV angesehen. War nämlich am Freitag bis in die Puppen (also, irgendwas mit halb vier und 10 Bier... oder war es halb zehn und vier Bier???) auf einer Reggae-Dancehall-Party mit meiner Freundin und einem Kumpel von hier. Samstag also müde und verkatert und Grand Prix angesagt.
Aaaaalso, es war ungefähr wie DSDS und Germany's Next Topmodel auf einmal intra-venös eingespritzt zu bekommen. Ich fand bis auf 3 Beiträge (Ungarn mit einer leidlichen Bluesnummer, Schweden mit The Ark und Frankreich mit ein paar durchgeknallten Ska-Typen) alles ziemlich indiskutabel. Irgendwie war die Teilnehmerschar in zwei Lager geteilt - diejenigen, die den Wettbewerb total verarschen und die, die es noch nicht gemerkt haben. Länder wie Moldawien (gibt es das wirklich?) haben offenbar den Einsatz der Zeitmaschine standardisiert und beamen Künstler aus den mittleren 80er Jahren herbei, aus Mangel an Nachwuchs vermutlich.
Ok, die ganze Verarsche war irgendwie doch ulkig, aber trotzdem musikalisch derart unerträglich, dass ich noch nicht einmal Lust hatte in Richtung Fernseher zu kotzen. Verarsche-Highlight war definitiv die Ukraine, die hatten eine Gruppe von Frontallappenpatienten auf Amphetaminen, die alle einen Lötkolben im Arsch hatten, jedenfalls haben sie so gesungen und rumgezappelt. Auch der russische Beitrag war reine Verarsche, ein paar Vorstadtnutten wurden in Schuluniformen gesteckt und mussten lasziv zur Musik ihre Lippen bewegen. Gaaaaaaaaah, will Umschalten, aber die Fernbedienung hat sich vor Verzweiflung vom Sofa gestürzt.
Der deutsche Beitrag? Gab es einen? Ach ja, wir sind ja auch Europa. Roger Cicero hat versucht als cooler Macker rüberzukommen, wirkte aber eher wie ein Abiturient im Laientheater, inklusive Mafiosi-Outfit ausm Kostümverleih. Peinlich. Aber zurecht auf den 19 Platz abgewatscht.
Und wer hat gewonnen? Eine untersetzte Sängerin (Typ wadenbeissender Kampfdackel) aus Serbien, die in ihrer Zeit als Feldwebel im Kosovo-Krieg gelernt hat lauter und durchdringender als alle anderen zu brüllen. Das hat den ehemaligen Ostblock natürlich beeindruckt, man weiss ja aus zahllosen James Bond- und anderen Agentenfilme, auf welchen Frauentyp der gesamte Ostblock steht. Zugenknöpfte Uniform, verbissener Gesichtsausdruck, Nahkampf- und Politausbildung bis zum Leninorden... man kennt das ja...
Na, davon musste ich mich jedenfalls erstmal das ganze restliche Wochenende erholen. Vielleicht hätte ich das alles besser ertragen, wenn ich mich genauso mit Vodka abgefüllt hätte, wie offenbar das gesamte finnische Publikum und 99% der Teilnehmer. Aber der letzte Rest Vodka war im Eisfach eingefroren. Nicht trinkbar, demnach. Musste meinen Kummer über diese Vergeudung meiner teuren GEZ-Gelder dann halt im Rotwein ersäufen...

Donnerstag, Mai 10, 2007

Fett, Alter!

Jeder zweite Deutsche ist zu dick! Fett, Alter! Aber unsere Regierung tut was dagegen, sie hat einen Aktionsplan gegen Fettleibigkeit in Angriff genommen. Ziel: vor allem die mopsigen Kinder, die den lieben langen Tag nur vor der Playstation hocken und schmierige Chips essen.
Ich hab früher auch immer viel Computer gezockt und bin nicht (sonderlich) dick gewesen. Warum war das so? Sicher war das Essen nicht besser, man denke nur an die ganzen Light und Öko Produkte, die es früher gar nicht gab. Ok, man könnte sagen - wir hatten ja nichts (bzw weniger). Das stimmt sicher auch irgendwie. Aber ich sag, es lag daran das Computerzocken früher noch harte Arbeit war, ja Sport! Es lag an diesen monströsen Joysticks (KLICK-KLACK), heutzutage machen die Kiddies ja nur einzelne Finger krumm. Und es lag an "Rüttelspielen", also Games wie Track&Field oder WinterGames, bei denen es darum ging wie ein lobotomierter unter Amphetamineinfluss am Stick zu wackeln um den Sprinter schneller über den Bildschirm zuckeln zu lassen. Köhler, hör her: da ist ein Ansatzpunkt.
1) Per EU-Norm festlegen, das Joypads für Konsolen 3kg wiegen müssen und schwergängige, gußeiserne Kontrollen haben
2) kostenlos Rüttelspiele, sponsort by Bundesregierung, verteilen.
Für die kleinsten Fettärsche: Teletubbie-Racer;
für dicke Grundschüler: Schweinie's Fussballgame (man rennt = rüttelt nur hirnlos an der Aussenlinie auf und ab)
für schwammige Abiturienten: Abiturfragentrainer (man muss die Antworten "errütteln");
für dicke Teenie-Mädchen: Germany's Next Topmodel Laufstegtrainer (man "rüttelt" seine magersüchtige Spielfigur über den Catwalk)
für speckige Hartz4er: SexGames 2007
3) Ergebnis, ein ranke und schlanke Gesellschaft mit Unterarmen bis dorthinaus... :-)

Ah,

Mittwoch, Mai 09, 2007

gaming tuesday // erste Seiten

Gestern abend kam mal wieder unsere Illuminati-Runde zusammen. Da zeigte sich mal wieder, dass induviduelle Stärke, Verständnis von Taktik und Ökonomie und eine gehörige Portion Chuzpe nötig sind für dieses Spiel -- aber nichts geht über menschliches Versagen, wenn es um das Entscheiden über den Sieg geht... :-)
Teilnehmer und Gruppen:
Ma.- Shangri-La.
Sa.- Netzwerk (Einzelsieg durch erreichen des Basisziels 10 Gruppen)
Su.- Jünger Cthulhus
La.- Kirche des Subgenius
Ich- Bermuda Dreieck
Wir alle spielten fleissig los und dank eines gut gemischten Stapels (zweier "...darf eine Karte mehr ziehen pro Runden" Gruppen) waren bald viele, nützliche und finanzstarke Gruppen im Umlauf. In der Frühphase des Spieles waren die Highlights eine gewaltige Schlacht um die Zerstörung des vom Netzwerks zum Ärger aller übernommenen Finanzamts und das nur haarscharfe Überleben der subgenialen Kirche (erst in der dritten Runde knapp eine Gruppe übernommen). Dann wurde die Zeit in der Mittelphase genutz um fleissig mächtige Verschwörungen aufzubauen. Geldstapel mit 20ern wurden angehäuft. Schliesslich ging das Spiel in die Endphase über - Netzwerk, Subgenius und Bermuda Dreieck waren nur noch 1 Gruppe vom Basisziel entfernt, die Jünger waren kurz davor ihre 8 Gruppe zu killen. Dann kam es zu einer Reihe von "Versuch-zu-gewinnen-und-kollektives-Verhindern" Aktionen, an deren Ende die Geldvorräte arg minimiert waren. Nun kommt das menschliche Versagen ins Spiel. Ich bildete mir die ganze Zeit ein (und sprach es auch aus, nur der fragende Blick von Sa.- erregte nicht genug Mistrauen in mir) ich könnte in Allianz mit dem Netzwerk gewinnen, indem wir unser Geld zusammenschmeissen, Sa. zwei Gruppen aus der Machtstruktur Shangri-La's löst und mir (für das ganze Geld, quasi) eine abgibt. Ich bereitete die Aktion mit einer (im Nachhinein schlimm hirn- und wirkunglosen) Scheinattacke vor, die den Verteidigern das Geld aus der Tasche ziehen sollte. Mehr fragende Blicke von allen. Dann war Sa.- an der Reihe und zauberte eine Sonderkarte aus dem Ärmel (die hat ich wirklich nicht gesehen)... privilegierte Angriff, übernahme einer blöden pissigen Minigruppe aus dem Pool der unkontrollierten Karten. Aber die zehnte Gruppe. Tusch, Vorhang, Einzelsieg.
Naja, ist schön wenn auch mal Sa.- sich in die Liste der Sieger eintragen kann. Und es war ein echt langes Spiel. Und ich hatte viel Bier... da kann man all die Fehler schon mal verzeihen.

In other news... gestern hab ich die ersten drei Seiten meiner Dissertation geschrieben. Also, nicht die "ersten drei Seiten" (Seitenzahl 1-3) sondern überhaupt mal drei Seiten, hab mit dem Methodenteil angefangen. Macht Spaß. Ausserdem hab ich Computerprobleme behoben (ne abgerauchte Netzwerkkarte... schon wieder dieses "Netzwerk") und mich mit dem \fancyhdr Paket begonnen vertraut zu machen. Sieht einfach schön aus, wenn die Seitenzahlen oben am Rand stehen, ne Linie auf der die Kapitelzahl und so steht. So ganz funzt das noch nicht -- auf den ersten Seiten eines \chapter macht er noch immer das normale Layout. Aber dafür hab ich die Lösung schon gefunden, muss es nur noch einfügen (ich hatte mir vorgenommen nicht mehr als 1h am Layout zu basteln. Ich wollte ja Inhalt produzieren, nicht Äusserlichkeiten tunen). Man muss (anscheinend) dafür sorgen das auf der Seite nicht das Layout auf plain zurückgestellt wird (was wohl ein \chapter Befehl tut) indem man entweder mit \thispagestyle{fancy} sozusagen lokal das schöne layout erzwingt. Oder man definiert den "plain" style mirnixdirinx um indem man ihn quasi auf den "fancy" style symlinked, sozusagen.
Ah, wie auch immer. Mit Layout kann man sich schon Stunden und Aberstunden Zeit verbrennen. Das darf nicht zur Obsession werden, sonst wird die Diss nicht fertig!

Dienstag, Mai 08, 2007

Mensa Nostalgie

Hatte gerade in der Mensa DAS Mensaessen überhaupt, das Ur-Mensaessen, das Uber-Mensaessen... SchniPoSa!(1)
Ein lappenartiges Formfleischschnitzel (angeblich vom Schwein) in Panade ohne Ende, dazu Pommes (schön fettig und salzig) und ein schlaffer Salat. Und das tollste ist - es war lecker!! Es passt gut zum Ambiente der Mensa, der Massenabfertigung von nervigen Studenten und flapsigen Forschern, zu den hirnlosen Gesprächen um einen herum. Da wird man ganz nostalgisch. Ich könnte nie in einer schicken Firmenkantine essen, oder womöglich mittags immer zu nem Imbiß gehen. Ich mag doch die Mensa... **schnüff**

(1): Schnitzel-Pommes-Salat... kommt von meinem Kumpel Holger diese Bezeichnung, der das auch immer in seiner Marburger UniMensa verputzt hat.

Montag, Mai 07, 2007

aber beim nächsten Mal...

Man sagt sich ja oft: "das war das letzte Mal, beim nächsten Mal werd ich stark sein und ablehnen| lass ich mir das nicht mehr bieten| mach ich das nicht mehr" und so weiter und so fort etc pp.
Na klar. Und wenn es dann dazu kommt, wenn plötzlich doch wieder eine offene Zigarettenschachtel da liegt oder wenn dass, was einen so sehr stört doch wieder passiert oder wenn man eigentlich den ganzen Tag was unangenehmes zu tun hat. Dann steckt man sich wieder eine an. Oder schaut doch wieder über den Ärger hinweg und entschuldigt alles. Und surft wieder nur den ganzen Tag im Internet.
Warum?
Vielleicht weil die ständigen "letzten Male" ein Ausdruck dafür sind, dass man, was auch immer es ist, eigentlich nicht ändern kann. Dass einem die Kraft, der Wille oder auch der Mut dazu fehlt. Weil wenn man das alles hätte, dann müsste man sich ja nicht vornehmen "beim nächsten Mal" alles richtig zu machen. Sondern würde es sofort tun.
Man sollte also weniger (innere) Reden schwingen sondern mehr handeln. Bzw sich gut überlegen ob man wirklich an den Dingen etwas ändern will, oder ob diese Vornehmerei nur ein Ausdruck für etwas anderes sind, für Unmut oder Unzufriedenheit auf einem ganz anderen Gebiet, der sich nur "ortsfremd" entlädt. Weil man sich ja kurzfristig so gut und unheimlich stark fühlt, wenn man eine (wenn auch nur imaginäre) harte Grenze gezogen hat.
Lieber offen zu einem selber sein, keine pseudo Grenzen ziehen. Entweder handeln oder es lassen, und genug Mut haben über die wahren Gründe für eine Unzufriedenheit oder ein Problem nachzudenken.
So, oder so ähnlich. Nehm ich mir fest vor... für das nächste Mal... :-)

Freitag, Mai 04, 2007

Alles geht den Bach runter

Vermutlich Materialermüdung. Jedenfalls hab ich gestern nachmittag* auf die Taste von der Klospülung gedrückt und es macht KRACKS und der Knopf blieb innen im Spülkasten hängen, zudem mischte sich das unverkennbare Geräusch von klapperdem Plastikschrott in das sonore Rauschen des Wassers. Aha. Kurzerhand den Deckel abgenommen und was seh ich -- nichts schlimmes, nur der Stift, der den Knopf im Deckel mit dem Wipphebel des "Auslösers" verbindet hat es aus der Verankererung gerissen. Nun kann man entweder einen Draht da anbringen oder, teure Lösung, einen neuen Wasserkasten installieren. Ich hab erstmal den ganzen Knopf ausgebaut und nun musste man mit dem Finger ein wenig in den Wasserkasten stochern (durch das Loch, wo einst der Kopf war) und den Wipphebel per Hand betätigen.
Null Problemo. Ich kann das, meine Freundin (gerade zu besuch) hat auch gesehen wie es geht... nur hab ich nicht bedacht, dass heute unsere Reinigungsfachkraft** kommt. Und was hör ich grad am Telefon... die behauptet, dass man da nun nurnoch mit dem Eimer nachspülen kann! Höä? Meine Freundin wollte der angerückten Vermieterin zeigen wie es geht, aber was ist? Der ganze Mechanismus, der ganze Wipphebel des Auslösers futsch! Die Reinigungsfrau behauptet natürlich, sie wars nicht. Ah ja klar. Weil... ach egal. Nun müssen wir doch den Klempner rufen und mein kleiner DIY trip ist hiermit zuende. Und zahlen muss ICH das dann vermutlich auch wieder... ätzend. Naja, ich schau mir das heute abend mal an, vielleicht ist ja der Wipphebel nur "unsachgemäß" verwendet worden: meier Meinung nach demontiert man den, indem man ihn nach oben abzieht. Vielleicht ist der Reinigungskraft die "geistige Leistung" nicht gelungen die Bewegung des Knopfes (NACH UUUUUUNTEN... gottverdammich) nachzuvollziehen...

*: warum bin ich nachmittags zuhause? Ich hab mir eine kleine Magenverstimmung eingefangen und deshalb einen Tag pausiert.
**: warum haben gerade wir ins unserer WG eine Reinigungsfachkraft?? Also, das ist eine lange Story. Eigentlich ist die bei meiner Vermieterin (die ja im Haus wohnt) angestellt. Und alles geht auf einen fetten Streit um angeblich mangelhaft von uns (bzw von mir, ich bin bei solchen Dingen immer der Böse weil mein Mitbewohner immer auf lieben Schwiegersohn macht) gereinigte Treppenhäuser. Nun, ich find es überflüssig, besonders weil ja nun wieder eine Untermieterin unserer Vermieterin das Klo mit uns teilt. So langsam geht mir die Bruchbude echt auf den Sack und ich fühl mich, trotz der günstigen Miete, ganz schön verarscht...

Freitag, April 27, 2007

Das Wetter (natürlich)

Ah, das gute alte Wetter. Immer für eine gesprächliche Notlage gut, man kann es mit Wildfremden im Bus diskutieren oder bei einem langen Frühstück mit der Lieben, man kann es beschimpfen oder mögen oder umgekehrt oder alles am gleichen Tag. Wetter ist was Feines.
Besonders wenn es so ist wie es derzeit ist. Nämlich schön. Die Sonne scheint, es ist für Ende April erstaunlich warm und schwül (>25°C). Ich kann in kurzen Hosen herumlaufen und es erscheint völlig normal. Nett. Eisessen und ohne Zudecke pennen. Sonnencreme. Und, ja ich geb es zu, Mädels in knappen Sachen in der Fußgängerzone.
Aaaaber da haben wir es ja schon wieder. Die Unkenrufe. Waldbrandgefahr und Ernteausfälle und zu trockene Flüsse. Das ist mal wieder eine Lektion in "alles ist relativ". Während ich mich über meine Shorts freue, fackelt vielleicht gerade eine Fichtenschonung nieder, schrumpelt der Mais auf den staubigen Acker von Bauer Bruno zu einem bankrotthaften Gestrüpp zusammen und fährt ein Flußschiff voller rauchender Schwefelsäure auf eine Untiefe bei der Loreley. So läuft es eben. Des einen Freud ist des anderen Leid.

Donnerstag, April 26, 2007

heraus zum revolutionären/autonomen/hedonistischen 1. Mai?

Ah, bald ist es wieder soweit. Kampftag der Arbeiterbewegung, Tag der Arbeit oder Maifeiertag (wiki). Nun nun, traditionell geht "man" als "Linker" an diesem Tag raus auf eine Demo, demonstriert diffus gegen den gar nicht so diffusen, allumfassenden Kapitalismus und schwelgt ein wenig in kollektiver Träumerei von einer besseren, freieren Welt. Ohne Luxuslimousinen, die Mountain Biker plätten. Oder vielleicht mit Luxuslimousinen für alle, je nach Geschmack. Ich nehm mir das jedes Jahr auch vor. Ein in kleiner Rückblick auf meine Historie der ersten Maie entblößt jedoch meine Zugehörigkeit zum (gar nicht so kleinen) hedonistisch-alkoholikalen Flügel der anti-autoritären Anarchisten... sprich, ich knülz mich jedesmal am Abend vorher auf irgendeinem Tanz in den Mai derbe weg, schmeiss dem Brauerei-Industriellen-Komplex abartig viel fieses Geld in den Rachen und Tanz bis mir die Socken (Kinderarbeit) oder Schuhe (Billiglohnland) rauchen. Ergo: Kater. Schwerer Kater. Maidemos im Westen der Republik neigen zu Anfangszeiten, die vielleicht den linksliberalen Christenflügel mit ihren puritanischen Faltenärschen (stehen mit den Hühnern auf) gut ins Konzept passt. Ich kann mir jedenfalls nicht schon um 10 das "Kommandante Che Guevara" Lied vom Lauti-Wagen der nervtötenden Sozialistischen Alternative anhören. Das macht meine substanzbedingt angefressene Hirnrinde nicht mit. Krieg ich Kopfschmerzen.
In Berlin gibt es eine Demo um 18 Uhr. Das wär eher was für mich.
Andererseits versuchen die Nazis natürlich auch, den 1. Mai für sich zu claimen. Was kapieren die eigentlich an "Kampftag der Arbeiterbewegung" nicht? Vermutlich haben die nach "Kampftag" aufgehört zuzuhören, und dachten "geil, da machn wa mit". Oder vielleicht muss man sich der historischen Frage stellen, ob die Arbeiter per se immer Kommunismus und Solidarität der Völker wollten, oder ob unter den Rechtswählern in Weimarer Republik und BRD und DE nicht doch auch der eine oder andere "Arbeiter" gewesen ist... hüstel hüstel... Wie dem auch sei, die Nazis marschieren am 1. Mai auch, nämlich wie es scheint hier und hier und hier nicht aber hier und hier und hier auch. Oh. Da ist ja richtig was los. Da kriegt man ja schon grad wieder dieses nagende schlechte Gewissen, nicht auf einer (Gegen-)Demo zu sein...
Das ist sowieso mein zentrales Gefühl am 1. Mai seit ich politisch (und versoffen) bin: schlechtes Gewissen, wegen politisch und wegen des hemmungslosen Suffs natürlich auch (obwohl der hier) ja erklärt, dass letzteres zumindest falsch ist.
Seufz. Wir werden sehen, was es dieses Jahr gibt...

Montag, April 23, 2007

noch was vergessen: VfL Bochum

Vorhin hab ich noch was vergessen: der VfL Bochum hat natürlich am Wochenende einen glorreichen Sieg eingefahren, ein monstermässiges 0:3 in der Fremde in Frankfurt. Damit hat man sich, vier Spieltage vor Ablauf der Saison ein wenig freigeschwommen und steht nun auf Platz 11, immerhin mit 36 Punkten ein Minipolster von 3 Punkten auf einen Abstiegsplatz.
In die Freude knallt direkt aber wieder ein negative VfL Nachricht -- Gekas, der coole griechische Stürmer des VfL, wechselt zur neuen Saison zu einem neuen Verein. Ausgerechnet nach Leverkusen! Äh. Grund: angeblich will Gekas trotz finanzieller Verrenkungen des Vereins einen "Karriereschritt" machen.
Na super. Es ist immer so. Eine lange Reihe von guten Spielern (z.B. Bastürk, Mahdavikia, Edu und nun Gekas) ist beim VfL gut und wird bei nächster Gelegenheit verkauft, um in anderen Vereinen die Früchte der Ausbildung in Bochum* zu ernten. Unfair und gemein.
Aber naja, als Fan vom VfL ist man ja einiges gewöhnt. Hauptsache Klassenerhalt diese Saison, sag ich.

*: Parallelen zu meinem Leben sind rein zufällig und was völlig anderes, versteht sich...

versch. Geplauder

Na super. Da kau ich am Wochenende Kaugummi während ich mit meiner Freundin im Bus sitze, auf dem Heimweg vom Shoppen, und was passiert? Zack, klimper, klirr fällt mir eine Krone raus. Ja, so ein teures Ding was man im Mund rumhängen hat. Echt wunderbar, am Samstag. Nun natürlich die Frage -- zahnärztlicher Notdienst oder nicht?! Aber ich hab mich dann nach eingehender Untersuchung und halbstündigem Gejammer (danke an meine Freundin, dass sie DAS ertragen hat!) dazu entschieden, die Zähne zusammenzubeissen... ähm... die Arschbacken zusammenzukneifen und zu warten, bis ich wieder in meiner eigenen Stadt bin. Morgen früh Termin. Bibber schlotter zitter, ich geh nicht soooooooooooo gerne zum Zahnarzt...

Schön war, dass ich letzten Donnerstag endlich mal wieder klettern gegangen bin, nun da ja meine doofe Operation verheilt ist. 5+, 5+, 5+, 5+, 4 und 4 war die Bilanz. Nicht schlecht, fürs erste mal seit langer Zeit. Aber dicke Arme hat ich schon. Heute geht es weiter, ich freu mich schon. Hab mir aber vorgenommen erst mal brav im einfachen Bereich zu bleiben, muss schön in aller Ruhe wieder Kraft und Ausdauer aufbauen. Acht Wochen Pause sind einfach doch zu viel.

Ausserdem hab ich heute morgen (im Zug nach Ac) endlich "Moby Dick" durchgelesen. Ich hatte mir ja so eine schöne englische Studienausgabe für 3,95€ zugelegt, complete and unabridged. Wow, das war klasse, viel dichter und irrer kommt die ganze Ahab-Angelegenheit rüber als in dem alten oder dem sehr guten neueren Film. Aber man muss dem Herman Melville ja auch attestieren - geschwätzig war er ja auch. Einige Teile des Buches waren auch recht langatmig. Letztlich aber ein Klassiker und wirklich, wirklich lesenwert. Avast! Man the top-mast!

Mittwoch, April 18, 2007

gaming tuesday

Gestern abend mal wieder unsere Illuminati-Runde. Es gab mal wieder das eine oder andere Bierchen, viel zu viel Knabberkram und Rückenstecherei par excellence.
Und, ich konnte mich wieder an die Spitze der Tabelle setzen, in dem ich einen grandiosen Einzelsieg errungen hab. Hier die Statistik:
M.- Diskordische Gesellschaft
Su.- UFO's (Siegbedingung: 5 verrückte Gruppen)
L.- Netzwerk
K.- Bayrische Illuminaten
Ich- Kirche des Subgenius (Einzelsieg)

Nach Su. uns beim letzten Mal mit den UFO's so grandios abgezockt hatte, waren wir diesmal auf der Hut und haben sie genau im Auge behalten. Netzwerk und Bayern waren zu Beginn und in der Mitte des Spiels dominierend. Diskordier und meine subgeniale Kirche hatten zu Beginn ziemliche Schwierigkeiten. Während ich, indem ich die Stärke der Gruppe (das Geld) mit weiteren reichen Gruppen (Finanzamt, Yuppies) untermauerte und so nach und nach eine schlagkräftige Struktur errichtete, konnten die Diskordier nie wirklich Einfluss erringen. So arbeitete ich mich nah an meine Siegbedingung (in dem Fall 9 Gruppen) heran. Nun hatte ich das Glück, dass vor mir Bayern-Netzwerk-UFOs am Zug waren, und sowohl die Bayovaren als auch die UFOs (vermuteten wir) recht nah am Sieg waren. Also kloppten die sich um eine Gruppe in der Machtstruktur der UFOs, das Silicon Valley. Ich konnte dies durch geschicktes Anheizen und Unterstützen noch fördern -- und als ich an den Zug kam, waren die Geldreserven der UFOs fast erschöpft. Ich sah meine Zeit gekommen, deklarierte einen privilegierten Angriff auf das Silicon Valley, um diese Gruppe und ihre Marionette in einem Zug zu übernehmen und so zu gewinnen. Zwar mischten sich die Diskordier noch ein (Sonderkarte Einmischung) aber meine, durch zwei Vorbereitungsrunden angeschwollenen Geldspeicher reichten für beide Gegner aus.
Lustig wars. Eine Runde, die von zwei Dingen geprägt war -- Würfelpech in entscheidenden Situationen und geschickter Einsatz privilegierter Angriffe. Wir werden zudem immer besser was das vorraussehen von Plänen und Möglichkeiten angeht.
Zunehmend unterhaltsam, das Ganze.

Desweiteren hab ich eine Gruppe entworfen...
"die Zugverspätungen"
wer hatte noch nicht das Gefühl, dass hinter all diesen Verspätungen und Störungen im Betriebsablauf eine Verschwörung steckt?
Macht: 0/1
Verteidigung: 1
Einkommen: 0
Fähigkeit: der Besitzer der Karte kann einmal pro Zug eine beliebige "friedliche" Gruppe in "gewalttätig" ändern (hält einen Zug lang an)

Dienstag, April 17, 2007

Morde an US-Uni

An einer Universität in den USA hat es einen Amoklauf gegeben, gestern. Krass. Hier ist ein Spiegel-Online Artikel dazu. Dabei sind wirklich viele StudentInnen erschossen worden. Noch ist gar nicht klar, ob der Täter selber Student war (so ein Fall von hat-die-Prüfung-nicht-geschafft und rächt sich??) oder was. Auch ist mir zumindest überhaupt nicht klar, was da passiert ist. In den Nachrichten wurde auch von einer weiteren Schießerei einige Zeit vor dem eigentlichen Blutbad gesprochen.
In Ermangelung an echten Fakten bewegt sich die Berichterstattung auf drei Hauptrichtungen: 1) Erinnern an vergangene Ereignisse dieser Art (z.B. Columbine); 2) Kritik an der Hochschule und der Polizei, weil der Campus nicht evakuiert wurde und 3) Diskussion über das Für und Wider der amerikanischen Waffengesetze.
Also, ich weiß ja nicht ob man einen ganzen Campus evakuieren kann, an dem 25.000 StudentInnen studieren und auch leben. Und natürlich, es ist leicht in Amerika an Waffen zu kommen -- aber in Deutschland gab es auch ein Schulmassaker und wir haben nun wirklich nicht sonderlich liberale Waffengesetze. Andererseits behaupteten sie gestern nacht in den Tagesthemen, dass Erschiessen die zweithäufigste Todesursache für junge Erwachsene in den USA sei. Gottchen, irgendwas stimmt da auf jeden Fall nicht in der Gesellschaft.
Ich bin schockiert darüber, dass es an einer Uni passiert ist. Sollte doch meinen, dass man auf dem langen Weg bis in die Uni schonmal als potentiell gefährlich aufgefallen ist? Das eher "vernünftige" Menschen studieren?? Ok, wenn man sich dann andererseits das Treiben auf Studiparties ansieht (ich erinnere nur an die berühmt-berüchtigte BioParty in Bochum) dann ist das schon wieder in Frage gestellt.
Will nur hoffen, dass sowas hier an meiner Uni (immerhin ja auch eine technische Hochschule) nicht auch passiert. Muss man demnächst womöglich befürchten nach einer Prüfung, bei der man als armer kleiner Doktorand beisitzt, vom aufgebrachten Studi abgeknallt wird?
Naaah, ich find immer man darf solche Katastrophen, so schlimm es ist, nicht als Anlass dafür nehmen in eine permanente Angst zu geraten, womöglich "nur für den Fall" selber eine Waffe einzustecken oder so. Eskalation hat noch nie genützt.
Ist eine echt bittre Sache und ich bin tatsächlich etwas schockiert. Was muss eigentlich passieren, damit eine Gesellschaft den Willen bekommt zur Änderung von althergebrachten Dingen, die sich als schlecht erweisen? Bin mal gespannt ob im Zuge dieser Morde eine Diskussion in den USA startet, die vielleicht einem etwas liberaleren Strom in der Gesellschaft Aufschwung verleiht? Soweit man das aus der Ferne beobachten kann, wird es interessant sein ein Auge darauf zu haben. Weil immer nur Trauerreden und Schweigeminuten von Präsident und Parlament, dass kann es nicht sein, oder? Politik muss doch auch agieren, nicht immer nur reagieren.

Montag, April 16, 2007

Wow, Sommer!

Also, er war ja immer der Prügelknabe der Monate, der getretene Hund der Jahresunterteilungen. Aber nun hat der April bei mir einen Stein im Brett. So cooles Wetter, also, ich bin dankbar. Ein hipp-hipp-hurrah auf die Klimaerwärmung, könnte man sagen. Schon am Anfang des Frühlings in kurzen Sachen draussen herumrennen und so, herrlich. Am Freitag spontanes Picknick im Park bei mir gegenüber. Meine Freundin und ich haben einfach die Teller und die Töpfe mit den Spaghetti und der Soße ins Grüne getragen und auf ner Decke in der Sonne zu Abend gegessen. Kann man sich was schöneres vorstellen? Und am Samstag Grillabend bei meinem Chef, auch das sehr gesellig und sommerlich -- immerhin ohne schwere Jacke oder so bis 22 Uhr drausse gesessen und Chevap- ähm, also, diese Knoblauch-haltigen, länglichen Frikadellchen gegessen. Haben meine Freundin und ich gemacht.

Rezept:
Unaussprechliche Knoblauchige Längliche-Hackfrikadellchen
1 kg Hack (Halb/Halb)
Halbe Knolle Knoblauch (mit der Presse)
1 Packung Tiefkühlgewürze
Salz, Pfeffer
... und das ganze lange, lange Kneten und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (ist aber auch eine Aufregung) vor dem Formen. Sehr heiss und knusprig grillen!


Ansonsten hab ich mehr und mehr Splitter von Ideen für ein eigenes Fantasy-Setting im Kopf, dass vor allem die Idee von Fantasy-Raumfahrt und so als Kick hat. Eine Welt, die schon eine magische Hochkultur hervorgebracht hat, welche den Planeten dann "mysteriöserweise" verlassen hat, die Nachfahren (Menschen) die mit all den versprengten Überresten zu tun hat (Artefakte, arcane Magie) und so. Dann gibt es ein Reich/Empire, in dem eine anti-arcane Staaträson vorherrscht. Und irgendwas mit Raumfahrt im Ätherraum, vielleicht gibt es da "Ätherische" (so was wie Hochelben bei Tolkien) und Äther-Drachen und andere Wesen, vielleicht ist die Jagd auf die (magische Rohstoffe?) der Grund für die "Raumfahrt". Andere Fantasywelten, "Raumstationen" (alles auf Magie aufgebaut) der Ur-Zivilisation etc etc. Ich könnt mir vorstellen das mal anzufangen, vielleicht mit einer Übersicht über die Welt (das ist die Heimatwelt der alten Kultur und Startpunkt der Abenteuer) und ein wenig der Besonderheiten des Settings anfangen. Ich hab nämlich auf der ICE homepage spreadsheets für das Erzeugen von races und professions gefunden -- das wär natürlich verlockend, da eine Menge eigenes Zeug einzubauen. Und ausserdem ein wenig epischer und magischer zu spielen, als es in unserem angestammten Mittelerde-Setting angesagt ist. Naja, nur ein paar Ideen. Mehr dazu bestimmt später einmal...

Donnerstag, April 12, 2007

deutsches rolemaster

Ach, ganz unbemerkt von mir (quasi unter meinem Radar hindurch) hat jemand die deutsche Lizenz für das Rolemaster FRP von ICE erworben und schon vor einiger Zeit eine deutsche Version davon zu bauen begonnen. Das ist großartig. Ich erinnere mich nur zu gerne an die wundervollen deutschen RM2 Bücher im protzigen Kunstledereinband, die uns damals den Umstieg von MERS in die große weite Rolemasterwelt mit Ehrfurcht und Stil versüßt haben. Die Leute von sonnenfeste.de wollen zudem die deutsche Version grafisch modernisieren (das find ich gut) und nutzen, wie mir scheint, den Prozess der Übersetzung auch zu einer Fehlerbearbeitung. Auch das find ich gut. Irgendwie hatte man bei den RMFRP (so gerne ich ICE hab) manchmal das Gefühl, dass sie ein wenig "husch-husch" zusammengeballert waren.
Freu mich jedenfalls auf die deutschen Bücher und werd ganz sicher eines in meine Sammlung aufnehmen. Und das Forum auf der Webseite wird vielleicht einmal so was wie ein Portal für die (auf jeden Fall vorhandene) deutsche Rolemaster-"Szene". Sicher noch mehr, wenn mal tatsächlich die Bücher in den Buchläden stehen.
Was cool wäre, wenn die eine Fantasy-Welt dazu vermarkten würden. Manche wünschen sich die Shadow World von ICE, weiß aber nicht ob die deutsche Lizenz das einschliesst. Das schön ausgearbeitete Fantasywelten durchaus ankommen in DE sieht man ja zum Beispiel an der Welt vom "schwarzen Auge", das ja nicht nur ganz nett (auch wenn ich selber nicht darin spiele) sondern anscheinend auch ganz erfolgreich ist.
Ich würd mir was wünschen, was die unglaubliche Flexibilität von RMFRP und die coolen "high-power" Möglichkeiten ausnutzt. Vielleicht was mit verschiedenen Welten (inklusive Fantasy Raumfahrt) oder "Planes" oder so. Vielleicht kann man dann ein "Techlevel" System einführen?
Ach Gottchen, dass sind wirre Ideen und gehören nun gar nicht hierher. Bin jedenfalls mal gespannt, wie "RMFRP-DE" sich macht...