Donnerstag, September 27, 2007

99% geschafft

Es ist vollbracht.

Die Prüfung und der anschliessende Tag mit Feiern (schlürf) und gelobt werden (schäm) und allem war wirklich gut. In der Promotionsprüfung wurde ich ganz ordentlich durch die Mangel gedreht, die Kommission hat mich ganz schön ins Schwitzen gebracht. Und ich wusste natürlich auch einige Dinge nicht. Gehört vermutlich auch dazu. Aber als ich dann nach bangem Warten erfuhr, dass alles gut gegangen ist und dann nur noch Händeschütteln und Sektglas heben zu meinen Aufgaben gehörte, da fiel langsam der ganze Druck von mir ab. Fertig.

Nun ist es leider so, dass es direkt weiter geht. Ich bleibe nun noch 2 Semester als Assistent an "meinem" Institut, werde viel in der Lehre machen und muss auch, und das ist vielleicht das schwerste, gut nachdenken was ich "später" machen will, in welche Richtung ich gehen will usw usf. Man muss sich nun plötzlich um sein eigenes Geld, um seine eigenen Ideen kümmern. Nun bin ich, endgültig kein Student mehr. Also, ich war ja während der Doktorarbeit auch kein Student mehr, aber man hat sich ja so gefühlt, weil man hatte einen Betreuer und so. Nun bin ich plötzlich "Erwachsen", und diese Umbruchphasen sind immer spannend, schwierig, was besonderes...
Naja, nun klingt das so negativ. So ist es nicht. Am Samstag wird gefeiert, und wenn ich erstmal zwei drei Cocktails intus hab, dann hat sich das mit dem "erwachsen" hoffentlich auch wieder erledigt... :-)

Ach so: und warum nur 99% geschafft? Ich muss meine Dissertation noch über die Hochschulbibliothek veröffentlichen, bevor ich die Urkunde krieg und mich endgültig "Dr. rer. nat." nennen darf. Vorher bin ich nur Dr. in. spe.

Freitag, September 21, 2007

Schnipsel

Hatte vorgestern im ALDI eine lustige Begegnung. Naja, vielleicht nicht wirklich lustig, eher skuril. Und das war so. Ich trottete durch den Laden auf der Suche nach der Käsetheke (es ist ein neuer, riesiger ALDI in einer renovierten "Passage" in Aachen, in der es nach Kleber riecht), als ich folgenden Gesprächsfetzen mithörte:
Mann: Die Zahncreme da ist gut.
Frau: Aha, warum?
Mann: Die schäumt nicht! Ich mag Zahncreme nicht, die schäumt. Dann hat man immer den ganze Mund voll.
Ah, ja... den ganzen Mund voll... kann man nicht ausspucken oder so. Nein. Das geht nicht. Der Teppich, das gibt doch Flecken aufm Teppich. Und dann auch noch dieser fiese Gestank -- nach Pfefferminz womöglich! Am besten ist, man putzt sich den Mund mit einem Büschel Gras (schön hart) und einer Hand voll Sand. Schäumt überhaupt nicht, und riecht auch nicht so ekelhaft minzig frisch...
Also, manche Leute haben komische Ansichten. Aber, und das ist eine gute Gelegenheit das mal zu sagen, das ist das schöne am Leben allgemein. Dass man durch den Laden tappen kann, müde vom Lernen, und dann solch haarsträubend irrsinnige Aussagen zu hören bekommt... :-)

Mittwoch, September 19, 2007

Futterpreise, Ebay, Bahn

Heute morgen, als ich mein Müsli in mich reinschaufelte, kam im Radio eine Sendung über die Preiserhöhungen beim Essen. Bekanntlich mit der Begründung, die Energiepreise seien gestiegen, werden viele Produkte teurer. Erstaunlich, in welchen Produkten alles Erdöl enthalten ist. Hehe. Naja, und in den Produkten, die anscheinend wenig Energie kosten bei der Produktion (z.B. Milch), da sind es die bösen Chinesen (die sind es ja immer, neuerdings) die durch ihren Kaufwahn die Preise hochtreiben. Böse Zungen behaupten, aber das würde ich ja nie tun, dass all diese Begründungen Mumpitz sind, und die Nahrungsmittelkonzerne, die großen Discounter etc, nun endlich mal mehr Kohle reinschaufeln wollen -- nachdem sie sich jahrelang wie bescheuert Preiskrieg geliefert haben. Naja, jedenfalls sagte die Interviewpartnerin des Radiomoderators, dass die Verbraucher halt bei gestiegen Preisen "vorsichtiger, umsichtiger" einkaufen sollten. Ha! Das ist ein Tipp. Und wenn das Brot unbezahlbar ist, dann soll das Prekariat halt Kuchen essen...

Ein kleines persönliches Ärgernis war ein EBay-Kauf von letztens. Ich brauchte Entspannung für meinen Lernstress, erwarb also das Golfspiel "Tiger Woods PGA 2004" -- originalverpackt und neu, von einem Privatverkäufer. Ich, brav ersteigert und sofort per Onlinebank bezahlt - nix gehört. Keine Antwort. Keine Mail von wegen, er hat verschickt. Dann traf das Ding ein, und zu meinem Ärger war in der originalverschweissten Verpackung eine CD zu wenig drin!! Geht das? Wusste der Verkäufer das irgendwie? Sollte ich an den Hersteller schreiben, und mir eine CD zusenden lassen? Verknirscht nahm ich eine "Sicherheitskopie" der fehlenden CD 2 von 3 , die ein "Bekannter von mir" aus den Tauschbörsen gesaugt hatte zur Hand um zu installieren. Grmpf. Da das Spiel eingeschweisst war und nun alles ok ist, hab ich den EBay-Verkäufer mal, gutmütig wie ich bin, positiv bewertet. Aber ein fader Beigeschmack bleibt. Und positiv für meine Blitzüberweisung bewertet hat er mich auch noch nich... :-(

Einen hab ich noch! Worüber man sich gerade auch schön ärgern kann, ist die Bahn. Diesmal kommen sie nicht zu spät oder so, oder pinseln hirnlose Raucherzonen (siehe meinen Post von vor ein paar Wochen) auf den Boden -- nein, sie wollen an die Börse. Und das geht so: man zwinge, besteche, nötige und quengel so lange herum, bis sich die Regierung, die das Volk vertritt, dem die Bahn und ihre Schienen EIGENTLICH gehören, weil es das ganze Zeug mit seinen Steuern bezahlt hat, einem krummen Deal zustimmt. Die Bahn AG minus des Schienennetzes geht zu 49% an die Börse, wird also an deppige Kleinanleger oder zackige Fondmanager vertickt. Das Schienennetz bleibt im Besitz des Bundes, wird aber zu 100% und ausschliesslich anderer Anbieter der Bahn AG (nun Kleinanleger+Fondmanager) überlassen. Das heisst: geschenkt. Für das "ausschliesslich anderer" sorgt die Bahn mit tollen exklusiven Verträgen. Ergebnis ist, dass das ganze Konstrukt nicht nur erheblich unter Wert verscherbelt wird (ich hab Zahlen gehört, die sagen Wert >100 Mrd, Aktien aber nur für ca. 5 Mrd). Sondern die Bahn wird auch ein Unternehmen, dass nur noch seinen Aktionären und der Dividende Verpflichtungen gegenüber empfindet. Was das macht, sah man ja in England. Man munkelt, dass man dort die Privatisierung der Bahn wieder rückgängig gemacht hat. Knick knack, nudge, nudge --- fällt da irgendwas auf?
Das alles ist unglaublich empörend. Das ist ungefähr so, als wenn man als Spediteuer einen LKW-Fahrer einstellt, und der dann den LKW, der ihm gar nicht gehört, unter Wert weiterverkauft. Oder man engagiert einen Kurator für ein Museum, und der vertickt die Bilder von Rembrandt dann aufm Flomarkt. Oder bei Ebay, und dann fehlt ein Stück Rahmen. Grrrrrrrrrrr. Ich bin nun wirklich kein staatshöriger Stalinist oä, aber es gibt SCHLÜSSELBEREICHE des öffentlichen Lebens, die gehören nicht in private Hand. Wenn wir uns schon einen Staat leisten. Weil diese Bereiche eben nur schlechter werden in der Ausführung ihrer allgemeinverantwortlichen Aufgaben, wenn sie "marktwirtschaftlich" geführt werden. Ich rede von öffentlichen Verkehr*, aber auch von Energieversorgung, Gesundheitssystem, Herstellung und Erforschung von Pharmazeutika, Sicherheit, Verwaltung. Das sind 6 Bereiche. Das wird man einem Staat doch zumuten können?! Und, ich meine wir haben 2007, das 21. Jhd -- wer glaubt denn heute wirklich noch, dass der ach so mystische freie Markt ach so toll alles besser macht?? Das ist so 1980er, das ist ja schon fast anachronistisch. Was hat uns der freie Wettbewerb der kapitalistischen Systeme denn gebracht? Weltkriege, Klimakatastrophe, polititsche Unruhe überall! So blind kann man doch nicht sein, dass zu übersehen? Ich bin ja gar nicht gegen freien Handel zwischen freien Individuen im Bereich von Waren, Diensleistungen etc. Wir leben nicht mehr nackt im Wald und das Hightech-Utopia ala StarTrek oder Banks' Culture haben wir auch noch nicht. Also, ok, ein wenig Handel lässt sich wohl nicht vermeiden. Aber dieser Murks, der da im Moment abgeht... nein danke...

*: jaja, dann hört man immer das lahme Argument, dass die faulen Beamten etc ja nix tun, wenn sie sich auf Staatskosten ausruhen. Aber, bitte, das muss doch nicht so sein! Das ist ein Argument, dass Fortschritt und Innovation ausklammert, nur weil sie nicht auf freiem Markt beruht. Warum kann nicht auch ein Staatsbetrieb pfiffig und fortschrittlich sein, können die Mitarbeitet durch Mitbestimmung und Verantwortung nicht auch motiviert werden?

Uffz, das war ja alles sehr konsistent und kongruent, jaja, hüstel hüstel... aber das musste raus. Nun kann ich weiterlernen.

Montag, September 17, 2007

NEW MODEL ARMY -- HIGH, (2007)

Ah, für den selbsternannten "größten Fan der Welt" der ich bin reichlich spät hab ich das neue Album meiner Lieblingsband NewModelArmy bemerkt. Natürlich hab ich dann sofort zugeschlagen und mich, nachdem ich mich für meine Nachlässigkeit fertiggeschämt hab, dem Genuß des Albums hingegeben.

"High", so das neue Album, führt den Weg, den die Band mit dem letzen Silberling "Carnival" angefangen hat, auf angenehme Weise fort. Die Produktion klingt modern und druckvoll, die Gitarre des "neuen" Gitarissten Marshall Gill ist härter und indie-metal-mäßiger als alte NMA-Stücke. Dies fällt, wie ein paukenschlag, gleich auf dem ersten Track (den es übrigens auf www.newmodelarmy.org zum kompletten probehöre-download gibt!) auf: eingängig und powerful kommt die Gitarre als Antrieb her, wie ein Diesel der mit Drehmoment pur den Song antreibt. Und Sullivans Stimme, immer noch (oder mehr denn je?) voller Charisma, klingt wie in den Fahrtwind eingesungen. Interessant.
Insgesamt kommt das Album, für mein Ohr, etwas melancholischer und düsterer daher als Carnival, die Streicherparts und die halb-gesprochenen, halb-gesungenen Vocals wirken träumerisch, knüpfen an alte NMA Platten an.
...I was never quite ready for what came my way
but I've been always ready to die...
Ist so eine Textstelle aus dem Song "Rivers", die irgendwie im Ohr bleibt.
In den Texten findet sich jedoch immer noch der Verdruss und das Aufbegehren wieder, das man kennt, wenn der Refrain des namengebenden Tracks "High" sagt:
...The movers move, the shakers shake, the winners write their history
but from high on the high hills it all looks like nothing...
Und die mal mehr mal weniger leicht anklingende Skepsis gegenüber der Gesellschaft per se. Das waren schon immer die Zutaten zum pikanten NMA-Gericht. Gewürzt wird das alles in neuer Zeit vermehrt (?) mit persönlicheren, weniger politischen Texten, wie in "Dawn":
...I'm walking out, I close the door
I'm down the steps for the last time
The dawn breaks open in faded blue
And the sounds of the city waking...
Insofern -- eine gelungene Synthese aus der Historie der Band und neuen Wegen.
Ich hatte mr, ganz ehrlich, nach dem letzten Konzert ein paar größere Schritte in Richtung "härter", "schneller" vorgestellt. Der Sound ging deutlich in diese Richtung. Nun ist die Platte angenehm ruhig und melancholisch. Vielleicht, das wird sich zeigen, spart sich die Band die härtere Gangart ja für Liveauftritte auf. So wie am kommenden 22.12. in Köln, wenn NMA zu ihrem fast schon Tradtition gewordenen Weihnachtskonzert auftaucht. Ich werd da sein. Im Gegensatz zu der USA-Tour (die aufgrund von VISA-Probleme abgesagt wurde, wie es scheint) ist die Band in Köln ja immer willkommen...

Mittwoch, September 12, 2007

gaming tuesday

Gestern mal wieder (und zum letzten Mal in alter Besetzung?) die Illuminati Runde. Irgendwie waren meine Mitspieler gestern nicht so gut drauf. Während wir vorsichtig und gekonnt unsere Machtstrukturen errichteten (=nicht viel passiert) fingen die an rumzugähnen und so. Hihhi. Naja, vielleicht war gestern kein guter Illuminati-tag. Jedenfalls zockten wir ein wenig vor uns hin, es kam doch noch zu einigen interessanten Aktionen (ein Angriff auf einen von mir blöd gelegten Arm meines Machtbaums, der einen sofortigen Sieg der Gegenseite bedeutet hätte; ein gescheiterter Gruppentauschdeal, von dem ich meinen Teil erfüllte, aber meine Wunschgruppe vorher neutralisiert wurde). Alles in allem muss ich sagen, dass die Diskordier (meine Illuminati-Gruppe) echt nicht so gut sind. Zwar scheinen Macht 8/8 und Geld 8 irgendwie verlockend, aber die Spezialfähigkeiten (+4 auf die Kontrolle verrückter Gruppen, Immun gegen Attacken von Regierungstreuen oder Bürgerlichen) sind nicht so nützlich beim Aufbau von blanker Macht. Und die Spezielle Siegbedingung (5 verrückte Gruppen) ist nervig, weil die verrückten Gruppen fast alle total schwach sind. Agh. Naja, vielleicht sollte man sich als Spieler der Diskordier eher auf das Verbreiten von Unfrieden als auf das Anstreben des Siegs konzentrieren...
Am Ende haben wir zum ersten Mal vorzeitig aufgehört. Eine flugs erdachte Lösung (addieren aller Machtpunkte, bei Gleichstand zählt Geld) brachte mal wieder Ma.- als Sieger hervor... aber so richtig zählen kann man diesen Sieg ja nicht.
Beim nächsten Mal, wenn alle müder sind, vielleicht lieber ein einfacheres Spiel wie Munchkin oder, auf besonderen Wunsch von Ka.: Kniffel... :-)

Teilnehmer:
Ka.- Gesellschaft der Assassinen
Ma.- Gnome von Zürich (halber Einzelsieg bei Abbruch)
La.- Bermuda Dreieck
Su.- Netzwerk
Sa.- Jünger Cthulhus
Ich - Diskordische Gesellschaft

Montag, September 10, 2007

Kurzer Trip nach Dänemark

Ein paar erholsame Tage hab ich gehabt in Dänemark! War ja nicht lang, aber immerhin. Und das Haus direkt am Strand. Und gutes Wetter, wenn auch kalt und windig. Was mich nicht abgehalten hat zweimal schwimmen zu gehen -- todesmutig im eiskalten Wasser. Soll ja gesund sein.
Ich war zum ersten Mal länger in Dänemark. Unser nördliches Nachbarland ist aber wirklich sehr schön und definitiv zu empfehlen -- die Leute sind nett, das Land ist ansehnlich. Und die haben noch nicht den Euro, so dass man endlich mal wieder nach Herzenslust herumrechnen kann beim Einkaufen. Ist ein Sixpack 0,33l Odense Röd Classic für 38 Kronen nun teuer oder nicht?
Überhaupt, die Umlaute. Die Dänen haben nämlich coole Umlaute. Es gibt das A mit dem Kringel drüber, das A mit dem E zusammengepresst und das O mit dem Strich durch. Ansonsten scheint die Sprache aber eher dem Weglassen von Lauten und Buchstaben angeneigt zu sein. Der Abend mit den dänischen Freunden der Eltern meiner Freundin (mit denen waren wir da -- ganz entspannt) war dementsprechend unterhaltsam. Naja, der Däne an sich spricht natürlich meist Deutsch oder Englisch. Verständigungsschwierigkeiten also ausgeschlossen.
Am Ende des Kurztrips sind wir dann mit dem Zug nach Kopenhagen gefahren, über ne ganz schön lange Brücke. Dort haben wir den Tag verbracht. Und nun kann ich verstehen, dass Kopenhagen als eine der beliebtesten europäischen Städte gilt. Cool und nett wars. Wenn auch ein Teil der Leute ganz schön versnobbt wirkte. So teilte sich die Damenwelt modisch gesehen in zwei Hälften -- die eine war als Supermodel verkleidet, die andere als Punkbraut. Aber naja. Bei einer Hafenrundfahrt konnte ich dann noch diverse Ikonen der Stadt (Hippieviertel Freistadt Christiania; die Meerjungfrau; Königlicher Palast etc) bewundern. Am Abend ging es dann in einem sehr entspannten und kurzen Flug mit Air Berlin nach Düsseldorf.
Nun bin ich, nachdem am Wochenende in Wuppertal noch eine Party und Fantasy-Rollenspiel angesagt war, wieder hier in Aachen. Hab irgendwelche Gäste meines Mitbewohners auf dem Fussboden gefunden, als ich kurz nach hause ging um meine Sachen abzustellen. Witzig. Nun häng ich mal wieder im Institut rum und versuch in die Arbeitslaune reinzukommen. Die nächsten Tage werden unter dem Motto "Lernen-Lernen-Lernen" stehen...

Donnerstag, August 30, 2007

Wofür die Deutsche Bahn AG Geld hat

Also, die DB hat KEIN Geld ihren Lokführern faire Gehälter zu zahlen! Die müssen streiken und streiten um von ihrem schlechten Lohn weg zu kommen.
Sie hat KEIN Geld für einen ordentlichen Nahverkehr! Es gibt natürlich viel zu wenig Züge und die sind auch noch blöd (kein Platz für Gepäck!). Und die guten Interregios haben sie 2001 abgeschafft. Weil hyperschnelle (und hyperteure) ICEs besser sind. Zumindest für das Image.
Sie hat natürlich auch KEIN Geld genug Mitarbeiter einzustellen! Das wäre nötig, um im Falle von Ausfällen schnell für Ersatz zu sorgen. So gibt es Verspätungen, Ausfälle usw usw. Lokschaden? Der Zug fällt aus -- Ersatzzug? Fehlanzeige.
Sie hat KEIN Geld für ordentliche Beratung am Schalter! Da sind ewig lange Schlangen, weil nur noch hin und wieder ein Mitarbeiter im "Reise Service Zentrum" vorbeischaut. Automaten beherrschen das Bild.

Wofür die Deutsche Bahn AG Geld hat? FÜR SCHWACHSINN HAT SIE GELD! Was seh ich als ich heute in den Aachener Bahnhof komme??? Gelb markierte Raucherzonen! Das ist nicht lache! Ich musste das dokumumentieren:


Was denken die sich? Das der Rauch ehrfürchtig an der Linie halt macht, sich still und leise zu Boden sinken lässt? Oder was? Ich möcht ja nicht wissen was das gekostet hat, diese beschissen akkuraten Linien da hinzupinseln.
Vielleicht könnte man noch andere Zonen einrichten? Eine "hier-Gangsta-Mucke-vom-Handy-abspiel" Zone? Oder "hier-Kinder-plärren-lassen" Zone? Vielleicht eine Fleischesserzone in Bahnhöfen mit angeschlossenem McDoof? Vielleicht für Ostdeutschland eine Fascho-Zone (braune Linie, ist klar oder?), wo sich die Glatzen reinstellen können? Also, ich kann nur mit dem Kopf schütteln. Das sind die Verbesserungen an der Bahn, auf die die Welt gewartet hat!!
Ob Mehdorn in seinem Büro auch so eine kleine Raucherzone hat, in der er seine fetten Zigarren pafft????

Mittwoch, August 29, 2007

gaming (and eating) tuesday

Weil unsere Mitspielerin Su.- ab dem Wintersemester die Tiermedizin studiert und dann weg ist, haben wir eine Art vorgezogenes Abschiedsessen inszeniert gestern. Es gab ein so männliches Essen (haben Ma.- und ich uns ausgedacht), dass nun mein Testosteron-Spiegel immer noch hoch ist...

Bierkasserole (für 6P, altenglisch, von der etwas zweifelhaften webseite antivegan.de)
  • 1,2kg Rindergoulasch (Ghoul-Arsch?)
  • 2 gr. Zwiebeln, Knoblauch
  • 1 1/2 Schalen Champignons
  • etwas Mehl
  • 2 Flaschen dunkles Hefeweizen
Das Fleisch scharf anbraten und ordentlich würzen. Die Zwiebeln, Knoblauch und Pilze (gesondert vom Fleisch) anbraten. Alles in eine große feuerfeste Form geben und, der Clou, mit dem Bier aufgiessen. Mehl auf die Oberfläche pudern. Dann 1-2h (in meinem Fall, heisser Gasofen, 90min) backen.
In der Zeit Salat und Semmelknödel (bei uns: selber gemacht) zubereiten.
Das ganze gibt dann eine sehr kräftige, bräunliche Soße und sehr sehr zartes Fleisch. Mjam. Ich glaub wenn man das Mehl ordentlich eingerührt hätte, wär die Soße noch dickflüssiger geworden. So war sie recht dünn. Aber lecker!

Danach, pappsatt, haben wir noch eine Runde Munchkin gespielt. Mitspieler waren Ka.-, Su.-, Sa.-, Ma.-, Vi.- (Ma's Freundin) und ich. Die meiste Zeit über hab ich 3-4 Stufen hinterhergehinkt und war ein nackter Ork. Irgendwie hatte ich kein Glück mit den Karten. Am Ende mussten wir, wegen der Uhrzeit, abbrechen. Zu diesem Zeitpunkt war Ka.- (endlich mal) am gewinnen, Stufe 9 und >+15 Bonus von Gegenständen und stuff... sie hätte in einer der nächsten Runden vermutlich gewonnen, aber alle waren zu müde.

Montag, August 27, 2007

"Die Chemie des Todes", Simon Beckett

Ich hab ein Buch gesucht, dass in etwa so seicht wie das Meer vor Zandvoorts Küste ist... als ich in der Bahnhofsbuchhandlung stand, morgens, auf dem Weg in den Urlaub.
Da hab ich dieses Buch gegriffen, auf dem ein "Bestseller"-Aufkleber pappte. Nun gut. Vielleicht ist es Wunschdenken des Verlags. Oder eine Warnung ("Achtung Mainstream!"). Aber das Buch sah so schön makaber wie eine Todesanzeige aus. Und einen Thriller am Strand? Besseres kann man sich nicht wünschen. Also gekauft.
Worum geht es? Also, ein Super-Duper-Anthropologe (Spezialgebiet: Todeszeitpunkte anhand allerlei Leckereien wie Maden und Leichenschleim feststellen) lässt sich als einfacher Arzt (aha!?) auf dem Land nieder -- weil er einen Schicksalsschlag erlitten hat und neu anfangen will. Er arbeitet als "Aushilfe" (und dann später fest) bei einem Doc der auch einen Schicksalsschlag erlitten hat und seit dem im Rolli rumchoppert. Das ist schon mal ulkig -- nix da von wegen ordentliche Zulassung als praktischer Arzt und so. Er kann dem einfach lospraktizieren. Das englische Gesundheitssystem! Wenn das für Zahnärzte auch gilt, dann ist alles klar mt den Vorurteilen. Naja. Natürlich (und da fangen die Klischees an) passiert in dem Örtchen sofort (für den Leser. Für den Protagonisten nach 3 Jahren) etwas... Leichenfund! Und unser Held, der sich inzwischen mit einer ebenfalls von ausserhalb kommenden jungen Lehrerin ange"freundet" hat, wird volle Möhre in die Polizeiarbeit und noch etwas mehr als ihm lieb ist in den Fall reingesogen...

AB HIER SPOILER:

Also, nun ans Eingemachte: Das Buch ist a) ziemlich unterhaltsam, b) leidlich spannend aber c) unglaublich voller Klischees! Ausgeklinkte Serientäter (war klar)... falsche Rollie-Fahrer (na klar!!!)... grantige Bullen (muss!)... und natürlich rettet der Held am Ende seine frische Liebe aus den Fängen des ach so garstigen Psycho-Killers (das wusste ich!).
Und bevor der Arzt, Arbeitgeber und vermeindlicher Freund des Protagonisten sich aus seinem Rolli erhob und fiese Mordversuche dilettiert hat, da hatte ich schon etwa 5 mal vorher gesagt "bitte, lass es nicht den Rollifahrer sein, der nur vorgibt behindert zu sein". Aber genau so war es!
So ganz alles hab ich aber noch nicht verraten. Ein paar Kniffe und Überraschungen sind doch drin. Trotzdem, es ist als wären ein paar Schippen aus der großen Dose mit der Aufschrift "Serientäter-Soap-Zutaten" in einen Mixer gewemst worden, 2min auf Stufe 3 durchrattern, fertig ist "Chemie des Todes".
Naja, egal. Ein ideales Urlaubsbuch, weil simpel und seicht und angenehm zu lesen. Und, das ist ein echter Pluspunkt (ganz ohne Ironie): die recht drastischen und bildgewaltigen Schilderungen der Leichen und ihres Verfalls sind schon gut recherchiert und wohlig-ekelig-schaurig.
Insgesamt 7/10 Punkten, mit jeweils einem Zusatzpunkt für Urlaubstauglichkeit und die meisten wimmelnden Maden seit langem.

Donnerstag, August 23, 2007

Prüfungsthemen

Hab nun alles was noch an unmittelbaren Pflichten da war abgearbeitet und ausserdem meine Prüfungsthemen mit den drei Prüfern abgesprochen. Ich werde noch ein wenig Arbeit in die Vorbereitungen stecken müssen. Aber naja, ich denk mal ich werd es schaffen. Für den einen Prüfer soll ich 2 Bücher vorbereiten (auditorische Phsyiologie), mit dem andere werden ich über einen Themenkomplex reden, den ich anhand von ca. einem Dutzend Papern erarbeiten werde. Und mit dem dritten rede ich über ein eher vage abgesprochenes Thema ("irgendwas mit Entwicklung"), wo ich noch nicht so recht weiss, wie ich rangehe. Vielleicht les ich einfach noch mal alle Paper, die ich meiner Dissertation schon zu dem Thema zitiert hab. Das sollte doch dann reichen...
Nun ja, ich mach mir keine Sorgen. Ich bin nun in der Lernphase und das wird problemlos klappen. Morgen geh ich erstmal nicht arbeiten... ;-)

Donnerstag, August 16, 2007

UFO's

UFO's! Heute in einem Spiegel-Online Artikel gefeatured, aber schon seit viele Jahren unter uns? Oder doch nur der Einfluss der unglaublich leistungsfähig gewordenen Heim-PCs (siehe Dual-Core) und kinotauglicher Rendering-Software für jeden?
Ich mag mich nicht festlegen... ein herrlicher Schauer läuft einem aber über den Rücken, wenn man sich diesen Film hier (klick geht nach YouTube) ansieht. Eine Menge Argumente spricht natürlich gegen den Besuch von Ausserirdischen. Aber lustig wärs schon, wenn sie da wären, oder?
Ich jedenfalls würde sie mit den Worten "Live long and prosper!" begrüssen und den vulkanischen Gruß machen. Man weiss ja nie, vielleicht sind die Aliens ja auch Trekkies??

Mittwoch, August 15, 2007

gaming tuesday

Gestern war wieder, direkt nach meinem Urlaub quasi, eine unserer Dienstags-Spielrunden. Hatten alle irgendwie keine Motivation für Illuminati, deswegen haben wir uns mal wieder eine Partie Munchkin gegönnt.
Das war lustig. Mittlerweile ist die Gruppe so eingespielt, nun nicht in diesem Spiel, aber generell, dass wir uns eifrig mit Intrigen und Rückenstechereien bekriegt habe. Da hat der Dungeon nur so geraucht. Ich war die ganze Zeit als Gnom mit Alufolienhut und Ghoul-Arsch-Peitsche (extra +3 gegen Untote) im Kettenhemdbikini unterwegs. Lustig lustig. Am Ende waren wir fast alle Stufe 9 (nur ich natürlich nicht, ich war 8) und hämmerten uns die Gegenstände und Flüche nur so um die Ohren. Am Ende wurden die "gruftigen Gebrüder" von La-'s menschlichem Krieger mit coolem Bandana am Kopp abgemurkst (schon wieder...) und so wurde sie Stufe 10 und gewann. Sehr zum Ärger von Ka-, die noch nie was gewonnen hat und soooooooooooo gerne mal erste geworden wäre. Tatsächlich sah es auch lange danach aus. Aber so ist halt Munchkin... man weiss nie was man kriegt.

Dienstag, August 14, 2007

vier Tage Camping

Es standen mal wieder die seit nunmehr 11 Jahren traditionellen Zandvoorter-Tage auf dem Programm. Diesmal mit echt internationaler Besetzung (ein Zypriote, ein fast-Pariser, ein Berliner, zwei angebliche Bielefelder, 3x Wuppertal) und insgesamt maximal 9 Mann gleichzeitig waren wir, wie immer, auf dem Camping Paradies Het Helmgat vertreten. Mit dabei: ein promovierter Physiker (kann Fernseher reparieren), ein Wirtschaftsprüfer (für die Einkäufe), zwei Rechtsanwälte (man weiß ja nie!), ein weiterer Physiker (baut Joints!), ein SAP-Experte (weiß alles über die Fußballbundesliga), ein Nachhaltigkeit-Öko-Wirtschaftsexperte (erzeugt den meisten Müll), ein Elektroingenieur (hat nen tollen Tisch) und ich. Meine Herren! Soviel brainpower hätte man uns nicht angesehen, wie wir da sturzbesoffen zwischen unzähligen Bierkästen unter unserem schrangeligen Pavillon lagen... :-)
Den Tisch, von dem oben die Rede war, hab ich dummerweise in den ersten Minuten des Aufenthalts durch falsche Belastung zerstört... ähem... ich werd ihn wohl ersetzen müssen.
Um es im Postkartenstil zu halten: Wetter gut (windig, aber kaum Regen), Essen lecker (Grillen bis der Arzt kommt), Unterbringung ok (mein tapferes Käfer-förmiges Zelt).
Ich hab einen kleinen Sonnenbrand und einen Dauer-Kater erlitten. Nichts, was einen Stufe 11 Camper aus der Bahn werfen würde. Und mal wieder in der Nordsee schwimmen, am Strand Fußball zocken und un-pfand-belastet Dosenbier saufen... herrlich.
Leider viel zu kurz, der ganze Urlaub. Aber es gibt trotz abgegebener Dissertation einfach zu viel zu tun hier daheim... also müsste ich das Camp frühzeitig verlassen. Jungs, ich weiss ihr könnt das hier nicht lesen im Moment--- aber ich vermiss euch und den Sand...

Mittwoch, August 08, 2007

Lukas fährt (vorerst)

Also, irgendwie ist das mal wieder typisch deutsch. In anderen Ländern, da hauen die streikenden Leute so richtig auf die Pauke. Ala, selbstbewusst, Räder stehen still, starker Arm etc. Da ist ein Streik ein Streik und basta! Aber hier bei uns? Was gäbe es deutscheres, als anstatt selber zu verhandeln die Gerichte machen zu lassen. Nun, nach dem Verbot des Streiks im Personenverkehr (zumindest in NRW), auch noch ein arbeitsgerichtliches Verbot für den Streik im Güterverkehr. Und natürlich will die Gewerkschaft der Lokführer dagegen wiederum juristisch vorgehen. Und hin, und her, und hin, und her. Hoffentlich streifen sie wenigstens im Gerichtssaal eine Plastiktüte über, schwenken Fähnchen und trillern herum. Sonst wärs doch öde!
Gut für mich aber: morgen also keine Behinderungen bei meiner ökologisch (und ökonomisch!) vernünftigen Kurzurlaubsanreise. Also, der ICE nach Amsterdam wird aller Voraussicht nach pünktlich verkehren. Na, wenn nun noch das Wetter im letzten Moment aufklart, dann waren alle Unkenrufe umsonst...

Dienstag, August 07, 2007

schon wieder Lukas der Lokomotivführer

Also, es geht in die zweite Runde. Etwas schleppend, aber vermutlich sind Manager, Funktionäre und dergleichen für ein paar Wochen im Urlaub abgetaucht gewesen. Nun haben sie urabgestimmt und sich geweigert und geknöttert was das Zeug hält. Und, ab Donnerstag gibt es Streik im Güterverkehr (aktuelle news, hier vom "Feind" im Arbeitskampf). Irgendwie will sich mir das nicht mit den gerichtlichen Gerüchten zusammengehen ... ich ab aber auch echt keine Lust mir die arsch-langen Artikel über diese nervige Thema durchzulesen. Immerhin hab ich Urlaub. Jedenfalls erstmal kein Streik, wie es scheint. Das ist für mich gut. Derzeit bin ich noch bei meiner Freundin in Wuppertal im Urlaub ... und wollte erst morgen heimfahren. Erste Befürchtungen ich wäre hier gestrandet (gottchen, es gäbe schlimmeres) treten also nicht ein. ABER: ich will doch Donnerstag mit meinen Kumpels auf den alljährlichen Hollandtrip. Da stehen alle Zeichen im wahrsten Sinne des Wortes auf Sturm. Streik am Donnerstag (natürlich streikt nicht der Personenverkehr, aber wenn ein Güterzug im Weg ist??) und Regen und kalt. Wäh!

Dienstag, Juli 31, 2007

schönes Wochenende

Gestern haben meine Freundin und ich richtig ordentlich Kirmes-Atmosphäre bei mir zuhause verströmt -- wir haben Reibekuchen gekocht.
Das hab ich zum letzten Mal vor geschätzten 15 Jahren oder so gegessen, weil ich das irgendwann als Kind mal nicht mehr vertragen habe, vermutlich weil die doch etwas zu fettig für meinen jugendlichen Magen waren. Nun bin ich ein alter Sack und nix schleimiges ist mehr vor mir sicher. Und ich muss sagen, es war saulecker. Roch lecker. Schmeckte lecker.
Hier das Rezept:

Reibekuchen von gestern
* ~1.8 - 2kg Kartoffeln (vorwiegend festkochend) reiben
* Wasser aus den Kartoffelschnipseln rausdrücken (ruhig so fest es geht, nachher suppt es eh trotzdem noch wie hacke)
* 1 Zwiebel (mittelgroß) reiben
* 2 Eier
* Salz, Pfeffer, Muskatwürzer
* 3 großzügige Esslöffel Mehl
* alles zusammen manschen und in einer Pfanne mit nicht zu wenig sehr heissem Öl anbrutzeln, umdrehen, weiterbrutzeln, fertig.
Dazu haben wir Apfelmuß und Bier zu uns genommen -- mjam!

Überhaupt war es ein sehr schönes Wochenende, auch wenn das Wetter alles andere als schön war. Haben viel rumgehangen und gelesen, haben einen Film auf DVD geschaut (Black Dahlia... ich geb dem 7.5 von 10 Punkten, weil er zwar gut, spannend und stimmig war, aber ein wenig skizzenhaft wirkte von Zeit zu Zeit).
Nun bring ich meine Zeit bis zum Urlaubsanfang am Freitagabend mit mässig intensiver Arbeit rum, schreib schon wieder ein Paper (Daten von meiner Masterstudentin und mir, die ich nicht in die Doktorarbeit aufgenommen hatte). Ich trink aber viel Kaffee und geh zeitig heim oder in die Kletterhalle. So lässt es sich ertragen, das Leben.

Mittwoch, Juli 25, 2007

gaming tuesday

Unter dem Einfluss der langsam doch eintretenden Freude über die Abgabe der Dissertation: mal wieder eine Runde Illuminati.
Diesmal hat uns die Runde ein paar Lektionen über das Leben an sich beigebracht. Auf lange Sicht ist viel Geld nicht aufzuhalten. Und, es lohnt sich nicht groß aufzufallen, wenn man plant ein Ding zu drehen.
Teilgenommen haben:
Ka.-: Gesellschaft der Assassinen
Ma.: Gnome von Zürich (Einzelsieg, der Sack)
Sa.: Kirche des Subgenius
Su.: Netzwerk
Ich: Ufos (Siegbedingung: wie Gesellschaft der Assassinen)
Zunächst einmal gelang es Ka. eine sehr gefährliche Machtstruktur aufzubauen, in der sich auch das Finanzamt befand (was nervt). Alle anderen Spieler krebsten mit einer schier unglaublich miesen Auswahl von geld- und machtschwachen Gruppen herum. Nach und nach stärkten wir uns jedoch - subgeniale Kirche und Netzwerk wurden mächtig. Da alle sehr vorsichtig spielten waren bald Geldtürmchen von beachtlicher Höhe auf den Gruppen angesammelt. Ich analysierte meine Lage und kam zu dem Schluss, dass ich nicht gewinnen würde. Verlegte mich also aufs destruktive Spielen. Ich eröffnete den folgenden Endspiel-Reigen mit einem Neutralisierungsangriff auf eine zentrale Gruppe in Ka.'s Machtstruktur. Erfolglos. Aber das löste eine ganze Lawine von Übernahme- und Neutralisierungsattacken zwischen und auf Netzwerk- und Assassinen-Gruppen aus, an der sich die subgeniale Kirche munter beteiligte. Ergebnis war, ein paar Runden später: Geld war weg. Einzig die Gnome hatten, dank ihrer gewitzten Kontoführung, noch fiese Reserven und rissen sich eine meiner nun ungeschützen Gruppen (inkl. zweier Marionettengruppen) unter den Nagel. Niemand hätte damit gerechnet. Wieder einmal hat Ma. uns alle getäuscht und erweist sich mehr und mehr als meisterlicher Illuminat. Ich ziehe meinen Alufolienhut vor ihm.

Dienstag, Juli 24, 2007

Anti-Climax

3 1/2 Jahre, 7 Wochen, 53 badboxes (2 overfull, 51 underfull*) und zwei Stunden im Copyshop später... ich bin fertig. Und nun ist es soweit. Die Arbeit, mit dem ganzen Papierkram, ist im Promotionsbüro der Fakultät abgegeben. "Sie kriegen eine Mail, wenn es weiter geht". Das wars. Und dann wieder raus in den Regen.
Sommer nennt sich das heutzutage. 16°C, Schauer und Sturm. Ich tappe in mein Büro und setz mich vor den Rechner, versuch in mir irgendwas zu entdecken.
Da ist aber nix. Ein Anti-Climax. Ein schwaches Ende. Kein sehr guter Film. Naja, nun hab ich erstmal 2 Monate Zeit bis die Prüfung angesetzt ist. Kann mir hin und wieder das Werk durchblättern um mich zu erinnern, dass es fertig ist.
Bin eigentlich ganz zufrienden. Fast ein bischen stolz. Sieht professionell aus, meine Dissertation. Aber mehr ist auch nicht.
Andererseits - was hatte ich erwartet? Tja, ich weiss es auch nicht. Vielleicht bin ich einfach nur müde. War am Ende dann doch anstrengend. Ein paar Tage ruhigeren Tempos werden mir sicher gut tun...

*: also zu den underfull badboxes (ich rede hier über die latex warning message) hab ich keine schlaue Idee gefunden. Im Text seh ich nix, die Zeilen sehen nicht zu leer aus. Vielleicht sind es die halbvollen Zeilen am Ende eines Absatzes, die ja auch im Blocksatz (wenn man mit \\ plus Leerzeile richtige Absatzsprünge macht) nicht immer ganz rechts aufhören müssen. Wie dem auch sei. Ist eh nun müßig darüber zu spekulieren, die Arbeit liegt ja schon gebunden und fertig auf meinem Schreibtisch.

Donnerstag, Juli 19, 2007

Panik! (ein bischen)

Unter anderem habe ich meine Dr-Arbeit mit Latex erstellt, weil ich wollte, dass sie auf jedem Rechner (zumindest potentiell) mit dem gleichen Ergebnis zu erstellen ist.
Gestern hab ich auf meinem Rechner zuhause mal ein Backup gespeichert, da ich ja nun so gut wie fertig bin. Die Neugierde war natürlich da, ich gab mal "latex thesis" ein, weil ich ja auch zuhause ein voll installiertes Latex-System (auch tetex; benutze überall Ubuntu) hab. Aber, oh Schreck, oh Schock! Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. Es gab nämlich keins!
Gulp. Na gut, Ruhe bewahren. Erst mal ein nicht installiertes Paket (xcolor) auskommentieren und das cm-super Fontpaket installieren. Ok, immer noch mysteriöse Fehlermeldungen: ! Control sequence undefined...
Also hab ich den Sherlock Holmes ausgepackt. Und, aha, es lag daran, dass über die Tastatur eingegebene Sonderzeichen (µ³²°) im Quelltext vorkommen. Schliesslich hab ich extra dafür \usepackage[utf-8]{inputenc} in der Preambel. Aber, was ich erst nach einigem Grübeln rausfand -- das reicht nicht! Es gibt ein Paket namens latex-ucs, das utf-8 support im Quelltext möglich macht. Und das war nicht mitinstalliert, wurde auch von der Installation nicht vorgeschlagen.
Vermutlich weil es normalerweise so ist, das Unixe mit dem Latin1 (iso irgendwas oder so) arbeiten. Meine beiden Ubuntus sind aber mit UTF-8 lokalisiert.
Naja, eigentlich ganz einfach. Man muss es nur wissen. Nun kann ich auch zuhause meine Dr-Arbeit exakt identisch erstellen.

Mittwoch, Juli 18, 2007

Trennungsschmerz

Ach, es ist mal wieder soweit. Ich habe Korrekturen meiner Dr-Arbeit (in dem Fall meine Einleitung und meine wichtige Summary) von meinen Betreuern zurückbekommen. Und da ist es wieder. Der Albtraum des sprachverliebten Autors. Diese Ranbemerkungen: "kürzen" oder "überflüssig" oder "formulier das doch so: ..."
AAAAAAAAAAAAAAH, dieser Trennungsschmerz, diese Sätze, ich liebte sie, sie waren mir heilig. Sie zu streichen, das ist als schnütte man mir einen Finger von der Hand. Ich kann es nicht. Nein, eher will ich sterben und vergehen...
Ähem. Naja, glücklicherweise hab ich das Verknusen der Tränen, beim Sich-Trennen von als schön empfundenen Sätzen, schon beim Schreiben meines Papers letztes Jahr trainiert. Irgendwie ist es trotzdem ein doofes Gefühl. Wenn ich jemandem etwas zu lesen gebe, dann hab ich das vorher selber schon einige Male gelesen und korrigiere holprige Stellen und krumme Sätze so gut es geht. Wenn ich jemanden so etwas wichtiges zu lesen gebe, dann bin ich von meiner Seite aus mit dem Text schon abschliessend zufrieden. Kostet mich immer viel Überwindung dann noch mal "loszulassen" und offen für Vorschläge zu sein.
Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass diese Vorschläge einen Text meist noch einen Tick besser machen. Daher bin ich ja bereit, sie anzunehmen. Schweren Herzens.
Ach, diese Randbemerkungen. "Unklar", "Satzbau?".... diese Banausen, sie haben doch alle keine Ahnung. Ich kann so nicht arbeiten. Diese Bauern!
:-)