Mittwoch, Februar 28, 2007

gaming tuesday

Leicht angeschlagen immer noch, aber trotzdem topfit beim Zocken gestern abend. Diesmal mit einem Köstritzer Schwarzbier (TM) als Stärkung ging es in eine erneute Runde Illuminati.

Es nahmen Teil:
M-: Gesellschaft der Assassinen
L- (erstes Spiel): Bermuda Dreieck
Su-: Jünger Cthulhus
Ka-: Kirche des SubGenius
Sa-: Gnome von Zürich
Ich: Ufos (Siegbedingung gewählt: 5 verrückte Gruppen kontrollieren)

das Spiel wurde von zwei Hauptstrategien geprägt. Zum einen wurde von Anfang an auf die Gnome von Zürich gebashed, vor allem weil sie rasch ziemliche Geldstapel auftürmte. Aber nie über ~50MT Summe hinauskam, wie sich am Ende herausstellte. Die zweite Stoßrichtung der Spieler war es, mich und meine unbekannte Siegbedingung im Zaum zu halten.
Wie üblich waren die Jünger Cthulhus gut dabei und standen auf gutem Weg zum Sieg. Aber ich muss sagen, mein Plan ging voll auf -- ich konnte meine Gegenspieler überzeugen (social engineering und Gruppenangriffe), dass ich die Siegbedingung "25 übertragbare Macht anhäufen" (wie Netzwerk) gewählt hatte. Als Alternative dachte Ma- immer wieder, ich würde die Siegbedingung "10 Gesinnungen kontrollieren" (wie Bermuda Dreieck) gewählt haben. Darüber verloren sie voll aus den Augen, dass ich fleissig aber heimlich verrückte Gruppen sammelte. Ich hatte aber auch Glück mit der Verteilung der Karten. Und am Ende konnte ich ganz Illuminati-mässig mit einer fiese Täuschung gegen Martin ("wenn du mich die nehmen lässt, dann helf ich dir gleich auch"... hehehe) meine 5te verrückte Gruppe einsacken. Gewonnen!

Freitag, Februar 23, 2007

noch da...

Bin noch da! War ein paar Tage ausser Gefecht, weil ich mich einer Operation im Krankenhaus unterziehen musste. Details gehören nicht hier her, aber es war chirurgisch gesehen Routine. Immerhin unter Vollnarkose. Meine erste Vollnarkose. Da war ich ganz froh, dass jemand für mich da war am ersten Abend. Die ganze Aktion war nämlich ambulant, d.h. um 15 Uhr wurde ich operiert, um 20 Uhr lag ich schon zuhause in meinem Bett. Zum Glück, wie gesagt, hatte meine Freundin kurzfristig Zeit und war für mich da. Unendlich dankbar war ich, muss ich sagen.
War jedenfalls recht lustig, die Narkose. Die Anästhesistin schön mit schwerem russischen Akzent, und dann "nun wird es schön warm, träumen sie was schönes, denken sie an was schö-- ERROR! SIGNAL LOST!"
Ja, nun lieg ich hier zuhause rum, blicke auf 1,5 Wochen Arbeitsunfähigkeit zurück und langweil mich. Hab schon 3 Bücher und zig DVDs konsumiert. Und meinen Laptop neu installiert. Weil, es gab nämlich (ich muss was tippen, aber wie?) einen Zufallsbefund. Wenn ich die Laufwerksschublade vom kaputten CD-ROM total fest zusemmel - dann liest das
Scheissding plötzlich doch wieder CDs ein. Ok, ich hab genug Zeit. Also installier ich XUBUNTU, weil von der Live-CD hat das für den schmalbrüstigen Lappi den besten Eindruck von den "kompletten" Distros gemacht. Und alles lief super. Ausser: nach der Installation funktionierte das Netz nicht mehr, was vorher im Live-CD Modus noch funkionierte. Argh. Schnell fand ich heraus, dass meine PCMCIA Ethernetkarte nach der Installation nicht mehr erkannt wird. Es ist eine olle D-LINK DFE670txd. Eigentlich ein gutes und günstiges Modell. Also hab ich mich auf die Suche gemacht. Und eine Menge darüber gelernt, wie Linux mit PCMCIA Wechselkarten umgeht. Problem offenbar: es hat kürzlich (also, Kernel-technisch) eine Umstellung gegeben. Nun werden PCMCIA Karten vom einheitlichen System "hotplug" oder so mitverwaltet, wenn ich richtig kapier passt das gleiche System auch auf, wenn ich einen USB-Stick reintue. Jedenfalls - im Zuge dessen wurde irgendwie auch die ganze PCMCIA Kartenverwaltung umgestellt. Unter "dem alten System" (pcmcia-cs, cardmgr, cardctl) funktioniert meine Karte prima. Unter dem neuen (hotplug, pccardctl) nüscht. Aber warum dann unter der Live-CD Umgebung, nicht aber unter der installierten Umgebung. Ein Blick in das /etc/pcmcia Verzeichnis unter der einen und der anderen Bedingung zeigt: uff, nach der Installation ist das Verzeichnis ja leer? Und warum? Der Installer löscht das pcmcia-cs Paket, weil es ja eigentlich nicht gebraucht wird. Nur bräuchte, damit genau die Karte die ich hab erkannt wird, es eine config bzw config.opts Datei, hab ich gelesen (GIYF, und dicker Dank an die riesige Ubuntu-Usergemeinde!). Also hab ich einfach den Inhalt des Verzeichnisses unter der Live-CD Umgebung kopiert auf meine Festplatte, und viola! es geht.
Nur noch eben die kleine Nervigkeit reparieren, dass per DHCP bei jedem Neustart immer eine falsche DNS Adresse eingetragen wird (PREPEND domain-name-servers I.P.ADR.ESSE heisst das Stichwort). Fertig ist der coole retro-legacy old-school Lappi.
Ha. Plötzlich taucht immer wieder das Wort "segmentation fault!" auf. Ok, es sind zwei Worte. Aber trotzdem beunruhigend, weil dieser Fehler sagt, dass es Probleme mit der Speicherzuweisung gibt. Hab also ne gebootet und den Linux MEMTest benutzt... was sehen meine wunden Augen? Jede Menge, tausende von Speicherfehlern?! Tja, es scheint, als hätte sich das 256MB Speichermodul verabschiedet. Das war eh schon ulkig, als ich es gekauft hab damals, weil es sich partout nicht mit dem 64MB Modul vertragen wollte.
Naja, nun bin ich runter auf 64MB Speicher, was sogar für das schmale XUBUNTU 6.06.1 zuwenig ist. Als Krücke lass ich nun alle schweren Anwendungen auf meinem Arbeitsplatzrechner (dem 666er, UBUNTU 6.06.1) laufen und bedien sie per "ssh -X 666er" vom Bett aus mit dem Lappi. Das ist ganz ulkig. Da kann ich sogar DIVX Film mit dem mplayer problemlos anschauen, die würde der Lappi allein nie gerendert kriegen. Aber nur so als Terminal benutzt, da kriegt er das hin... trotzdem werd ich mal versuchen müssen, so-dimm pc100 zu ergattern, vielleicht bei EBay. 64MB sind auf Dauer zuwenig.
Also, ich hab allein durch meine Operation schon mal wieder eine Menge über Linux und so gelernt. Leider/Zum Glück kann/muss ich am Montag wieder zur Arbeit.

Donnerstag, Februar 08, 2007

gaming tuesday

Am Dienstag haben wir (also ich und ein paar Arbeitskollegen) mal wieder ne Runde Illuminati! gezockt. Letztes Jahr hatten wir das schon mal, und vor ein oder zwei Wochen. So langsam haben "die anderen" den Dreh raus was Regeln und vor allem Kniffe und Taktiken bei diesem doch ausgesprochen komplexen Spiel raus.
Es gibt aber auch wirklich drei Ebenen stark ansteigender Komplexität bei diesem Spiel.
Ebene 1 sind die Regeln an sich, die man beherrschen muss. Was darf/kann/muss ich, wie setz ich Geld ein, usw usw.
Ebene 2 sind die regelimmanenten Taktiken (so nenn ich das mal), also die Frage welche Stärken hat welche Illuminati-Gruppe oder Aktionskarte, wie arbeite ich am besten auch die spezielle oder generelle Siegbedingung hin, wann und wie lange lohnt es sich Geld zu horten eh man anfängt aggressiv zu werden usw. Diese Ebene haben wir nun schon "gemeistert", zumindest angefangen. Nun kommt der Klops.
Ebene 3 ist die schlimmste und reizvollste bei dem Spiel. Verhandlung, Bündnisse, Intrigen. Drohungen. Koalitionen. Das ganze "zwischenmenschliche" Gerödel. Da wird das Spiel zu einer Mischung aus Poker (wie weit geh ich mit dem Geld, wann ist es nur ein Bluff um dem anderen als Vorbereitung die Kriegskasse der Illuminati-Gruppe zu leeren), Risiko, Meiern/Knobeln und politischer Intrige. Lustig. Diese Komplexitätsebene kann man glaub ich nicht "meistern" in dem Sinne. Da wird man ewig das Gefühl haben - hey, nun hab ich mich aber ganz schön über Ohr hauen lassen... hehe... das macht den Reiz des Spiels aus.

Hier der Spielbericht.
M.- : Bayrische Illuminaten, EINZELSIEG durch spezielle Siegbedingung (35 Machtpunkte), stand rundenlang vor dem Sieg, wurde aber von allen beharkt, daher mein Angebot des Coop-Sieges, dass er dank glücklichen Zufalls (siehe unten) "ablehnen" konnte
Su.- : Diskordische Gesellschaft, teilt sich den Rang "stand kurz vor dem Sieg" mit mir, hatte fast die spezielle Siegbedingung (5 verrückte Gruppen) erfüllt und ausserdem eine schlagkräftrige Machtstruktur
Sa.- : Shangri La, hatte aus Mangel an friedlichen Gruppen (und meiner Zerstörungswut, die sich besonders auf friedliche Gruppe erstreckte, hahaha) und noch leichten Schwierigkeiten mit Ebene 2 ein wenig Probleme. Klar abgeschlagen. Hatte sich aber am Ende mit Su.- verbündet und versucht deren Sieg zu pushen - eine neue und verdammt gefährliche Taktik, die ich den Altruismus-Zug nenne. Selber nicht gewinnen wollen aber anderen zum Sieg verhelfen. Wer hätte an sowas gedacht?
Ich: Jünger Cthulhus, hatte 7 Gruppen zerstört und stand einen Zug vorm Sieg (ich hätte im Coop mit M.- gewinnen können, wenn er mich nicht verarscht hätte)

Die letzte Runde war interessant.
Su.- war am Zug und hätte durch das Kontrollieren einer weiteren (es lagen einige da) verrückten Gruppe gewonnen. Sie wurde von Sa.- unterstützt. M.- und ich waren da schon verbündet und planten den Coop-Sieg, daher zwei Machtblöcke gegeneinander. Der Kampf um die verrückte Gruppe wurde teuer, es wurde "alles" was so an Kriegskassen da waren geleer. Aber ich dachte ja, egal, Absprache war: M.- macht in seinem Zug nix, dann geb ich ihm in meinem Zug eine proximale Karte mit Marionetten, was ihm genug Punkte zur speziellen Siegbedingung gibt. Meine Illuminatigruppe ist dann am Ende meines Zuges allein (später als Runde 3 heisst das: vernichtet), ich hab also durch meine Aktion 7 Gruppen + meine Illuminati-Gruppe zerstört. Auch spezielle Siegbedingung erfüllt (steht sogar im Handbuch, mein ich).
Also, wir verhindern mit viel Geld Su.-'s Sieg. Meine und alle anderen Kassen leer. M.- deckt am Anfang seines Zuges eine mächtige Karte auf, die ihm zum Einzelsieg reicht. Und, da er als einziger Geld eingenommen hat am Anfang seiner Runde, kann er sich mittels privilegiertem Angriff (Bayr. Ill. können das für 5 MT) das Teil schnappen. Keiner von uns hat eine Sonderkarte um den privilegierten Angriff zu stoppen. Und M.- hat genug Geld... und ich schau blöd aus der Wäsche.
Hehehe. Sehr lehrreich.

Alles in allem ein großer Spass. Wir wollen nun ca. alle 2 Wochen einen Spiele-Dienstag mit Illuminati einlegen...

Montag, Februar 05, 2007

Kochen, Kochen, Kochen... und WM... :-)

Hab das ganze Wochenende mit meiner lieben Freundin verbracht. Eine wunderschöne Sache ist, dass wir beide unglaublich gerne essen und kochen. Darüberhinaus hab ich am Samstag noch ein paar Leute aus meinem Institut eingeladen. Und nun dachte ich, teile ich der Welt mal die Rezepte mit. Weil alles so lecker war, dass man es teilen sollte.
Also, am Samstag haben wir "arabischen" Abend gemacht. Natürlich war alles nur "ungefähr" arabisch, weil keiner aus Arabien und so. Aber lecker auf jeden Fall. Da gab es...

Couscous mit Fleisch und Gemüse (6 Pers)
400g Rindfleisch (mager)
1000g Pute
3 Zucchini
1 gr. Aubergine
3 Möhren
3 (kleine) Dosen Kichererbsen
5 Zwiebeln
4 mittlere Kartoffeln
2 Bund Frühlingszwiebeln
500g Instant Couscous

* Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen, kurz und scharf anbraten, rausnehmen
* Zwiebeln und Aubergine anbraten in Öl, restliches Gemüse dazukippen
* mit soviel (ca. 1,25l) Brühe aufgießen, dass das Gemüse im Topf grad so bedeckt ist, würzen mit marokkanischer Gewürzmischung (blabla-hanouka oder so, von "Hermann Gewürze" (LOL); enthält die ganze Reise quer durchs Orientregal. Muss man sonst kompensieren mit losem Kardamom, Cumin etc) und Chili
* nach einiger Zeit (Kartoffeln "fast" gar) das Fleisch oben auf das Gemüse in den Topf schichten, etwas mit der Hitze runtergehen und nach ca. 15min weiterdünsten (macht das Fleisch yummy-yummy zart)
* Instant-Couscous -- eine Packung 500g war "einen Tick zuwenig" (also: es war nichts über, als alle satt waren) für 3 Männer und 3 Frauen. Zubereitung des Coucous laut Packung (ist easy).
* Verziehren mit blättriger Petersilie (haben wir nicht gemacht, wär aber schön gewesen)

Salat wie im arabischen Restaurant
Tomaten
Gurken
großblättrige Petersilie

* Kerngeschlabber aus Tomaten und Gurke rausholen, Früchte in ziemlich kleine Würfel hacken
* Petersilie in kleine Stücke hacken (klein, Victoria, klein!)
* mit Zitrone (wichtig) und Gewürzen dezent anmachen
---> schmeckt erfrischend fruchtig und nicht zu komplex

Im Anschluss gab es Wasserpfeife (Doppelapfeltabak ist der beste) und Tee (gab nur Assam, ist nicht wirklich arabisch). Dazu total viel Bier und Wein, hehe, ich sagte "arabisch" und nicht "muslimisch"... ;-)


Am Sonntag gab es dann das Finale der Handball-WM. Die coole Mannschaft um Baur und Schwarzer (muss man so sagen), die der Trainer Heiner Brand da in wirklich kürzester Zeit geformt hat, war zu stark für die Polen. Henning Fritz, der wirklich das Turnier seines Lebens da im Tor gespielt hat, verletzte sich in der zweiten Halbzeit. Schockeffekt! Jogi Bitter, der Ersatzkeeper, konnte aber trotz schwieriger Phase für die Mannschaft den richtigen Rückhalt geben. Letztlich war der Sieg so gut wie nie gefährdet.
Die Feierei danach war irre cool. Die Mannschaft zog sich Heiner-Brand-Imitat-Bärte an, die Jubelszenen und Interviews waren super cool.
Z.B. Markus Baur:
Reporter: sie haben schon mit dem Trainer gesprochen, wie ist das für den?
Baur: (schaut komisch ob der blöden Frage) Na, das ist natürlich das schlimmste, was einem Trainer passieren kann. Er denkt an den Rücktritt. Nun sind wir doch Weltmeister, das ist schlimm für ihn. Wir müssen ihn nun sehr stark aufbauen.
Und das alles ohne mit der Wimper zu zucken. So ein Spaßvogel.
Interessant ist schon, wie der "Randsport" Handball plötzlich in den Focus rückt. Sogar mein Mitbewohner, ein ausgewiesener Handballhasser, redet plötzlich davon wie toll das war und alles. Ich hoffe mal, nun kommt auch mal öfter als nur Dienstags auf DSF (gute Sendung aber!) Handball im TV.
Eh, jedenfalls haben wir beim Handballschauen noch ein Rezept benutzt:

salziges Popcorn (2 Pers)
Popcorn Mais
Öl
Butter
Salz

* ein wenig Öl (Sonnenblume!!!) im Topf (großer Topf!) erhitzen
* den Topfboden mit einer Schicht (einzelne Lage! nicht mehr als 80g!) Maiskörner locker bedecken (nicht komplett, die brauchen Platz)
* heiss machen, wenn es anfängt zu ploppen den Topf rütteln. Wenn das Geploppe weniger wird -- ausmachen
* Butter in der Mikro verflüssigen und ordentlich salzen, auf die Popkörner kippen und gut durchwurschteln

Abends haben wir dann aus den Resten vom Samstag noch ein leckeres Blitznudelessen gemacht. Der chronistischen Vollständigkeit halber hier auch noch das Rezept:

Spaghetti mit Auberginen-Zwiebel-Sahnesauce (2 Pers)
~350g Spaghetti
Aubergine
Bund Frühlingszwiebel
normale Zwiebel
Knoblauch
1 Paket H-Sahne
Schluck Wein, Schluck Brühe

* Zwiebeln, Knobi und Auberginenwürfel anbraten
* Wein und Brühe reingiessen
* Frühlingszwiebelringe dazutun
* Sahne dazugiessen, würzen, stark aufkochen damit die Sahne eindickt (ggf mit etwas Stärke, vorher anrühren mit etwas Wasser!, andicken)
* mit den Spaghetti servieren

So, nun hab ich mich als totaler Hobby-Koch-Freak geoutet. Ich bin wie einer, der unter der Dusche singt. Kann es nicht wirklich, aber liebt es, einfach loszulegen!
In diesem Sinne.